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Die hinterlegten Sicherheiten hätten zum Beispiel einen wichtigen Anreizeffekt. Die Krisenländer sollen ja ihre Staatsfinanzen und ihre Wirtschaft von Grund auf reformieren. Das tun sie bislang im Großen und Ganzen recht konsequent. Würden sie es nicht tun, stände ihnen die nächste Kredittranche nicht zu. Doch weil das einen ungeordneten Staatsbankrott mit sehr gefährlichen Folgen für das europäische Bankensystem nach sich ziehen könnte, steckt wenig Drohpotenzial in dieser Sanktion. Hinterlegte Sicherheiten dagegen könnten von den Kreditgebern eingelöst werden, das Ausland sich plötzlich an inländischen Firmen beteiligen – was für die Krisenländer nicht sonderlich attraktiv sein dürfte. Ein guter Anreiz also, die Reformen weiter fortzuführen.

Politisch dürfte diese Idee in den Krisenländern nicht gerade populär sein, für die Wähler in den Helfer-Staaten dagegen schon. Denn die Sicherheiten mindern die Verlustrisiken für die europäischen Steuerzahler, sollte trotz allem ein Land Pleite gehen.

Allerdings ist bei der Ausgestaltung noch manches ziemlich unklar. Etwa die Frage, welches Land dann wirklich eine Staatsbeteiligung im Krisenland bekommt und welches private Unternehmen diese im Ernstfall dann übernehmen müsste.

IW-Report
IW-Report, 18. September 2017

Daniel Bendel / Markus Demary / Michael Voigtländer How do higher interest rates impact companies’ financial situation?Arrow

Companies’ access to finance has an important impact on their profitability and growth prospects. Without external financing, most firms are not able to invest, which is a prerequisite for economic growth. Unlike in the US, which has a capital market-based financial system, banks are the dominant lenders for firms in the Eurozone. mehr

14. September 2017

Interview mit Markus J. Beyrer „Die Freiheiten in der EU fallen nicht von den Bäumen“Arrow

Die künftige Bundesregierung muss die Fahne des Freihandels hochhalten und sollte den vorhandenen finanziellen Spielraum für mehr Investitionen nutzen, sagt Markus J. Beyrer im iwd-Interview. Der Österreicher ist Generaldirektor der europäischen Vereinigung der Industrie- und Arbeitgeberverbände BusinessEurope, zu dessen Mitgliedern die deutschen Organisationen BDA und BDI gehören. mehr auf iwd.de

Cybersicherheit
IW-Nachricht, 13. September 2017

Barbara Engels Cybersicherheit: Überfällige AnpassungenArrow

Die wirtschaftlichen Schäden durch Cyberattacken haben sich in den vergangenen vier Jahren verfünffacht. Inzwischen vergeht keine Woche mehr, in der nicht ein prominentes Unternehmen gehackt wird. Die Europäische Kommission reagiert jetzt mit einer Neuauflage ihrer Cybersicherheitsstrategie – ein dringend nötiger Schritt. mehr