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Arbeitszeiten Quelle: DragonImages – Fotolia

Kein Gesetz verbietet es Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu vereinbaren, dass der Arbeitnehmer für einen gewissen Zeitraum weniger arbeitet. Tatsächlich ist eine weitgehende Arbeitszeitflexibilisierung zum Zwecke der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie in vielen Betrieben tägliche Praxis.

Der Gewerkschaft geht es also wohl eher darum, einen Rechtsanspruch zu schaffen – womöglich mit Lohnausgleich. Ein Zwang zur Arbeitszeitverkürzung für Eltern dürfte aber viele, insbesondere kleine und mittlere Betriebe organisatorisch überfordern. Zumal es die Gewerkschaft auf der anderen Seite erschweren will, dass temporär Ersatzpersonal akquiriert werden kann: Zeitarbeit und Befristungen sollen nach dem Willen der Gewerkschaft stärker reguliert werden. Am Ende würden entsprechend übertriebene Regulierungen womöglich dafür sorgen, dass es für Firmen unattraktiv wird, Eltern überhaupt erst einzustellen.

Eine umfassende Arbeitszeitverkürzung für Eltern ist noch aus einem anderen Blickwinkel problematisch: Es gibt in Deutschland rund 1,6 Millionen Vollzeitbeschäftigte mit Kindern bis 3 Jahren, darunter fast 500.000 in Akademikerjobs. Wenn alle ihre Arbeitszeit reduzieren würden, könnte sich der Fachkräftemangel noch einmal deutlich verschärfen.

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26. Juli 2017

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In der Regel reduzieren in Deutschland vor allem Frauen ihre Arbeitszeit. Doch spätestens, wenn eine Führungsposition ansteht, wird häufig Vollzeit gearbeitet. Längere Arbeitszeiten können allerdings zu zeitlichen Konflikten führen, denn Hausarbeit und Betreuungspflichten sind noch immer höchst ungleich zwischen den Geschlechtern verteilt. mehr auf iwd.de

Sind Führungspositionen mit einer reduzierten Arbeitszeit vereinbar?
IW-Kurzbericht, 30. Juni 2017

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Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielt auch in der Debatte um mehr Frauen in Führungspositionen eine zentrale Rolle. Allerdings zeigt eine Datenauswertung, dass für Leitungspositionen eine Vollzeittätigkeit überwiegend der Standard ist und daher offenbar höhere Anforderungen an die Arbeitszeit gestellt werden. mehr

Mütter kehren früher in den Job zurück
IW-Kurzbericht, 23. Juni 2017

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Zwischen 2006 und 2014 ist der Anteil der Mütter, die im zweiten Lebensjahr des Kindes arbeiten, von 34,6 Prozent auf 42,8 Prozent gestiegen, während der Anteil der im ersten Lebensjahr arbeitenden Mütter von 22,5 Prozent auf 8,5 Prozent gesunken ist. Damit hat das Elterngeld sein Ziel erreicht. mehr