10 Jahre ver.di Image
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Mit dem damaligen Zusammenschluss wurden mehr als 1.000 Berufsgruppen in einer einzigen Multibranchengewerkschaft gebündelt. Ein Ziel der Großfusion war, rückläufige Mitgliederzahlen und sinkende Beitragseinnahmen aufzufangen. Außerdem sollten Rivalitäten zwischen fusionierenden Bünden beigelegt und Synergieeffekte ausgenutzt werden.

Eine erste Bilanz fällt indes nüchtern aus. Die Austritte haben sich nach der Gründung eher beschleunigt und im Gesundheits- und Flugsektor sind Berufsgruppen wie Fluglotsen, Piloten oder Ärzte tarifpolitisch eigene Wege gegangen. Die Organisationskraft ist in Branchen wie dem Einzelhandel überdies so gering, dass ver.di neue, höchst umstrittene Kampfmaßnahmen wie Flashmobs einsetzen muss, um Druck auf die Arbeitgeberseite auszuüben.

19. April 2017

Tarifkonflikte Konkurrierende Gewerkschaften: Wadenbeißer gegen PlatzhirscheArrow

Kleine Gewerkschaften wie die Piloten- und die Lokführerorganisationen ziehen oft auffallend konfliktfreudig in ihre Tarifverhandlungen. Besonders stark schaukeln sich Revierkämpfe mit den etablierten Branchengewerkschaften auf, wie eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. mehr auf iwd.de

Schlichtung ist weiterhin nötig
IW-Nachricht, 20. März 2017

Tarifverhandlungen Berliner Flughäfen Vermitteln reicht nichtArrow

Nachdem die Tarifverhandlungen für das Bodenpersonal an den Berliner Flughäfen gescheitert sind, soll nun der ehemalige Berliner Innensenator Ehrhart Körting vermitteln. Dieser Schritt ist richtig, reicht aber nicht aus. Denn im Gegensatz zu einem Schlichter nimmt Körting als Mediator keinen inhaltlichen Einfluss auf die Verhandlungen. mehr