Als wenig wirksam erwiesen sich vor allem die neu erdachten arbeitsmarktpolitischen Instrumente der Kommission. So war zum Beispiel die großflächige Einführung von Personal-Service-Gesellschaften (PSA) vorgesehen, die bis zu 500.000 Arbeitslose einstellen und dann an Andere überlassen sollten. Die Höchstzahl an PSA-Mitarbeitern kam jedoch nie über 33.000 hinaus.

Als äußerst effektiv erwiesen sich hingegen die Maßnahmen, die die Anreize für die Aufnahme einer Arbeit stärkten: Die Kürzung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes oder die Hartz IV-Reform. Erfolgreich waren auch die Reformen, die es Arbeitgebern erleichterten, Arbeitsplätze zu schaffen: Die Liberalisierung der Mini-Jobs und der Zeitarbeit führten zu kräftigen Zuwächsen in diesen Segmenten.

Insgesamt dürften die Reformen einen guten Teil zum deutschen Job-Wunder beigetragen haben. Zwar kann die – mit Ausnahme des Krisenjahres 2009 - gute Konjunktur einen Teil des Jobzuwachses erklären. Doch pro Prozentpunkt Wirtschaftswachstum entstehen heute schneller und mehr Jobs als noch vor 10 Jahren.