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Als wenig wirksam erwiesen sich vor allem die neu erdachten arbeitsmarktpolitischen Instrumente der Kommission. So war zum Beispiel die großflächige Einführung von Personal-Service-Gesellschaften (PSA) vorgesehen, die bis zu 500.000 Arbeitslose einstellen und dann an Andere überlassen sollten. Die Höchstzahl an PSA-Mitarbeitern kam jedoch nie über 33.000 hinaus.

Als äußerst effektiv erwiesen sich hingegen die Maßnahmen, die die Anreize für die Aufnahme einer Arbeit stärkten: Die Kürzung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes oder die Hartz IV-Reform. Erfolgreich waren auch die Reformen, die es Arbeitgebern erleichterten, Arbeitsplätze zu schaffen: Die Liberalisierung der Mini-Jobs und der Zeitarbeit führten zu kräftigen Zuwächsen in diesen Segmenten.

Insgesamt dürften die Reformen einen guten Teil zum deutschen Job-Wunder beigetragen haben. Zwar kann die – mit Ausnahme des Krisenjahres 2009 - gute Konjunktur einen Teil des Jobzuwachses erklären. Doch pro Prozentpunkt Wirtschaftswachstum entstehen heute schneller und mehr Jobs als noch vor 10 Jahren.

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15. März 2017

Interview „Es wäre unfassbar schädlich“Arrow

Als Regierungschef formulierte Gerhard Schröder 2003 die Agenda 2010. Heute wollen die Sozialdemokraten Teile der Reform am liebsten rückgängig machen. IW-Arbeitsmarktexperte Holger Schäfer erklärt im iwd-Interview, warum damit keinem geholfen wäre. mehr auf iwd.de

14. März 2017

Arbeitsmarkt Die Agenda 2010 – ein Reformpaket im FokusArrow

Heute werden die Reformen, die die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder ab 2003 umsetzte, oft auf „Hartz IV“ reduziert – tatsächlich aber besteht die Agenda 2010 aus einem umfangreichen Reformpaket. Neben den Neuerungen auf dem Arbeitsmarkt und in der Rentenversicherung – von denen das IW Köln die wichtigsten auflistet und bewertet – gab es noch zahlreiche Reformen in der Gesundheits- und der Finanzpolitik. mehr auf iwd.de

Interview, 13. März 2017

Holger Schäfer auf mdr.de „Fehlanreize verfestigen Arbeitslosigkeit”Arrow

Die SPD will mehr Arbeitslosen länger ALG I zahlen. Zugleich plant sie einen Rechtsanspruch auf Qualifizierung. Für ALG-II-Empfänger soll das Schonvermögen verdoppelt werden. Der Wirtschaftswissenschaftler Holger Schäfer von Institut der deutschen Wirtschaft Köln sieht die Pläne kritisch. Er warnt, Alimentierung verfestige Arbeitslosigkeit. Außerdem rechnet er mit höheren Kosten als von der SPD veranschlagt. mehr