10 Jahre Hartz-Reformen Image
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Als wenig wirksam erwiesen sich vor allem die neu erdachten arbeitsmarktpolitischen Instrumente der Kommission. So war zum Beispiel die großflächige Einführung von Personal-Service-Gesellschaften (PSA) vorgesehen, die bis zu 500.000 Arbeitslose einstellen und dann an Andere überlassen sollten. Die Höchstzahl an PSA-Mitarbeitern kam jedoch nie über 33.000 hinaus.

Als äußerst effektiv erwiesen sich hingegen die Maßnahmen, die die Anreize für die Aufnahme einer Arbeit stärkten: Die Kürzung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes oder die Hartz IV-Reform. Erfolgreich waren auch die Reformen, die es Arbeitgebern erleichterten, Arbeitsplätze zu schaffen: Die Liberalisierung der Mini-Jobs und der Zeitarbeit führten zu kräftigen Zuwächsen in diesen Segmenten.

Insgesamt dürften die Reformen einen guten Teil zum deutschen Job-Wunder beigetragen haben. Zwar kann die – mit Ausnahme des Krisenjahres 2009 - gute Konjunktur einen Teil des Jobzuwachses erklären. Doch pro Prozentpunkt Wirtschaftswachstum entstehen heute schneller und mehr Jobs als noch vor 10 Jahren.

Ansprechpartner

13. April 2017

Frankreich Viel Arbeit für den WahlsiegerArrow

Wen auch immer die Franzosen Anfang Mai zu ihrem neuen Staatsoberhaupt küren – er oder sie steht in jedem Fall vor großen wirtschaftspolitischen Herausforderungen. Vor allem in den Bereichen Arbeitsmarkt und öffentliche Finanzen sind weitere Reformen nötig. mehr auf iwd.de

7. April 2017

Arbeitsmarkt Die Reform des Arbeitslosengelds hat sich bewährtArrow

SPD-Politiker plädieren dafür, das Arbeitslosengeld I unter bestimmten Voraussetzungen länger als bisher zu gewähren. Dabei hat die Kürzung der maximalen Bezugsdauer im Zuge der Hartz-Reformen dazu beigetragen, die Beschäftigungssituation Älterer zu verbessern. Die Argumente für die restriktivere Regelung gelten nach wie vor. mehr auf iwd.de

Schulz setzt auf Emotionen statt Fakten
Gastbeitrag, 5. April 2017

Michael Hüther auf Tagesspiegel Causa Schulz setzt auf Emotionen statt Fakten Arrow

Kanzlerkandidat Schulz will die Fehler der Agenda 2010 korrigieren. Die Legitimation hierfür zieht er aus einem Einzelschicksal und nicht aus handfesten Beweisen. Mit solchen Vorgehen verlässt Politik trittsicher den Boden der Fakten, schreibt Michael Hüther in einem Debattenbeitrag auf causa.tagesspiegel.de. mehr