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Unicef-Studie IW-Nachricht 24. Oktober 2013

Mehr in Ganztagsbetreuung investieren

In einer neuen Studie kommt Unicef zum Ergebnis, dass besonders die Situation von Kindern alleinerziehender Eltern in Deutschland schwierig ist. Sie haben demnach in der Schule einen Leistungsrückstand und leben häufig in von Armut gefährdeten Familien. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat herausgearbeitet, wie dieser Missstand am besten behoben werden könnte: durch den Ausbau der Ganztagsinfrastruktur an KITAs und in Schulen.

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Mit dem Ausbau der Betreuungsinfrastruktur, so die IW-Forscher in ihrer Analyse, könnten die Bildungschancen der Kinder Alleinerziehender deutlich verbessert und die Armutsrisiken gesenkt werden. Denn durch flächendeckende Ganztagsbetreuung würde die Erwerbstätigkeit Alleinerziehender zunehmen und mehr Alleinerziehende könnten Vollzeit arbeiten. Zeitgleich würde die Armutsgefährdung deutlich abnehmen. Heute sind nämlich Alleinerziehende, die nicht erwerbstätig sind, zu über 50 Prozent armutsgefährdet, Alleinerziehende in Teilzeit zu 20 Prozent und Alleinerziehende in Vollzeit nur zu 5 Prozent.

Auch die Kinder selbst hätten durch Ganztagsangebote große Vorteile. Denn gerade der Nachwuchs von Alleinerziehenden profitiert in seiner Bildungskarriere stark vom Besuch einer Ganztags-KITA und einer Ganztagsschule, weil höhere Bildungsabschlüsse erreicht werden.

Nicht vergessen sollte man bei der Diskussion um die Situation der Kinder in Deutschland außerdem, dass es um ihr Wohlbefinden insgesamt gut bestellt ist: Laut Unicef landet Deutschland im oberen Drittel der OECD-Staaten. In den Bereichen Gesundheit und Bildung hat sich die Bundesrepublik im Vergleich zu früheren Studien zudem verbessert.

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