1. Home
  2. Presse
  3. "Tsipras’ Regierung hat sich verzockt"
Zeige Bild in Lightbox "Tsipras’ Regierung hat sich verzockt"
(© Foto: Lambros P. Kazanas - Fotolia)
Michael Hüther in der Schwäbischen Zeitung Interview 19. März 2015

"Tsipras’ Regierung hat sich verzockt"

Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, sprach im Interview mit der Schwäbischen Zeitung über die griechischen Finanzprobleme.

Wird es bei EU-Gipfel Fortschritte im Schuldenstreit geben?

Ich sehe nichts Neues. Offensichtlich will die griechische Regierung ihren Kurs der Nicht-Kooperation weiterführen. Was zwischenzeitlich an Entgegenkommen signalisiert wurde, ist bisher immer wieder kassiert worden. Es ist fraglich, ob es hilfreich ist, mit dem Ministerpräsidenten persönlich zu sprechen.

Athen soll vor der Pleite stehen. Hat sich die Regierung Tsipras verkalkuliert?

Die griechische Regierung fährt mit einem gewissen Maß an Unbedachtheit und wohl auch dem Gefühl, eine breite Mehrheit im eigenen Land zu haben, einen extremen Konfrontationskurs. Ich glaube, dass Tsipras und seine Regierung sich dabei verzockt haben. Denn sie haben in Europa, anders als erwartet, keine Verbündeten und kein Verständnis gefunden. Sie scheinen auch nicht mehr heraus zu können aus ihrer komischen Argumentation.

Ist der griechische Verbleib in der Eurozone noch realistisch?

Wenn die Regierung weiter so agiert, wird das immer unwahrscheinlicher. Kapitalverkehrskontrollen sind zunehmend unvermeidbar. Niemand wird dem Land künftig mehr Geld geben.

Zum Interview auf schwaebische.de

Mehr zum Thema

Artikel lesen
„Es ist ruhig geworden um den Euro“
Michael Hüther im Handelsblatt-Podcast Audio 9. Februar 2024

25 Jahre Euro: „Es ist ruhig geworden um den Euro“

Vor 25 Jahren wurde der Euro eingeführt, doch die Feierlichkeiten bleiben aus. Im Handelsblatt-Podcast „Economic Challenges“ ziehen IW-Direktor Michael Hüther und HRI-Präsident Bert Rürup Bilanz: Für Deutschland war der Euro ein Glücksfall.

IW

Artikel lesen
Samina Sultan IW-Nachricht 1. Februar 2024

Mercosur: Die EU muss ein Machtwort sprechen

Die französische Regierung hat die EU-Verhandlungen zum Mercosur-Freihandelsabkommen für gescheitert erklärt, ohne Rücksprache mit Brüssel. Damit gibt sie einer einzelnen starken Lobby nach und schadet der gesamten EU. Die Kommission muss für das Abkommen ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880