1. Home
  2. Presse
  3. Mit diesen Reformen bekommen wir dauerhaft Vollbeschäftigung
Zeige Bild in Lightbox Mit diesen Reformen bekommen wir dauerhaft Vollbeschäftigung
(© Foto: JFsPic/iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Michael Hüther auf Focus Online Interview 30. August 2017

Mit diesen Reformen bekommen wir dauerhaft Vollbeschäftigung

Ob Rente, Steuern oder Gesundheit: In Deutschland gibt es großen Reformbedarf. Focus Online hat führende Ökonomen gefragt, welche Probleme die Bundesregierung nach der Wahl anpacken muss. IW-Direktor Michael Hüther benennt die drängendsten Probleme und gibt Handlungsempfehlungen.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Was muss die neue Bundesregierung nach der Wahl anders machen? Was sind die drängendsten Probleme? FOCUS Online hat Deutschlands Top-Ökonomen gebeten, ihre ganz eigene Wunschliste für die nächste Legislaturperiode zusammenzustellen. Hier antwortet Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln:

„Die Handlungsnotwendigkeiten ergeben sich aus den dominierenden Herausforderungen für die deutsche Volkswirtschaft. Es geht darum, die Voraussetzungen der laufenden Erfolgsgeschichte so zu stabilisieren und zu entwickeln, dass Vollbeschäftigung umfassend zu Realität wird. Das betrifft die angebotsseitigen Bedingungen des deutschen Geschäftsmodells. Konkret muss auf drei Megatrends geantwortet werden.”

Megatrend 1: Digitalisierung und Strukturwandel

„Es muss endlich der Breitbandausbau vorankommen. Da es sich um ein öffentliches Gut handelt, ist hier der Staat gefordert, jedenfalls in Regionen, in denen es sich privat nicht rechnet. Dazu gehört ebenso, dass die Sozial- und Arbeitsmarktpolitik die digitale Transformation begleitet und nicht behindert. Das erfordert das Unterlassen jeglicher einengender Regulierung, eine Flexibilisierung des Arbeitszeitregelungen und eine sozialpolitische Anerkennung schwankender Tätigkeits- und Einkommensprofile im Lebensverlauf durch eine Kombination kollektiver Grundsicherungssysteme und individueller Versicherungslösungen.”

Megatrend 2: Demografie und Migration

„Die nächste Legislaturperiode ist die letzte, in der Deutschland aus demografischer Sicht gut dasteht. Es kann und es muss gehandelt werden: durch eine Einsteuerung des weiter ansteigenden Rentenzugangsalters auf 70 ab 2030 und durch eine Investitionsstrategie, die durch steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung und wettbewerbsfähige Steuersätze den Standort fördert.”

Megatrend 3: Globalisierung

„Deutschland lebt als weltoffene Ökonomie in erheblichem Maße vom Export und der internationalen Arbeitsteilung. Das sollte durch eine prononcierte Freihandelsstrategie auf allen Ebenen gefördert werden. Bei der Welthandelsorganisation bedeutet das etwa die Wiederbelebung der Doha-Runde. Europa sollte zudem Freihandelsabkommen mit Südamerika und anderen Regionen abschließen, die dem kürzlich mit Japan abgeschlossenen ähneln. Globalisierung verlangt aber auch ein systematisches und transparentes Einwanderungsgesetz. Hier müssen endlich die vielfältigen Elemente zusammengeführt werden.”

Zum Beitrag auf focus.de

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Erklärung und Messung von Strukturwandel in der M+E-Industrie
Karl Lichtblau / Thorsten Lang / Cornelius Bähr Gutachten 12. Dezember 2022

Erklärung und Messung von Strukturwandel in der M+E-Industrie

Strukturwandel ist ein Kennzeichen jeder dynamischen Wirtschaft. Produkte, Produktionsverfahren oder Produktionsfunktionen und Wettbewerber ändern sich laufend. Unternehmen wirken auf diese Faktoren ein und reagieren auf deren Veränderung. Aus diesen Aktionen ...

IW

Artikel lesen
Christian Rusche im Marketplace Morning Report Podcast Audio 26. Oktober 2022

„Chinese Stakes in the Port of Hamburg Do Not Comply With Previous Regulations“

The Chinese state-owned shipping company Cosco is getting a 24.9 percent stake in the Port of Hamburg. As Europe's fourth-largest port, it makes sense that China would want this influence. However, the high share is not necessary, says IW-expert Christian ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880