Lebenszufriedenheit auf Rekordniveau Image
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Frau Ewers worauf bezieht sich das Ergebnis?

Wir haben die Lebenszufriedenheit der Deutschen seit dem Mauerfall bis zum Jahr 2012/13 untersucht. Es zeigte sich, dass die Deutschen momentan besonders zufrieden mit ihrem Leben sind, vor allem junge Menschen und Ruheständler kurz nach Renteneintritt genießen ihr Leben. Gleichzeitig gilt, dass unabhängig vom Alter und Einkommen ein Job viel zufriedener macht als die Arbeitslosigkeit. Die Daten hierfür stammen aus dem Sozio-oekonomischen Panel.

Was ist das Sozio-oekonomische Panel (SOEP)?

Das SOEP ist eine repräsentative Langzeitstudie bei der jährlich 10 000 bis 20 000 Privathaushalte aller Altersgruppen und Lebenslagen in Deutschland befragt werden. Die Themen umfassen das Arbeits- und Familienleben, Gesundheit, Bildung, aber auch persönliche Wertvorstellungen, Vertrauen und eben Lebenszufriedenheit.

Hätten Sie damit gerechnet?

Die Deutschen sind nicht für ihren Optimismus bekannt. Auch Medien setzen den Fokus ihrer Berichterstattung gerne auf negative Ereignisse. Umso wichtiger ist die Erkenntnis, dass die gute Wirtschaftslage der letzten Jahre auch bei vielen Menschen gefühlt und wahrgenommen wird. Ob der positive Trend anhält, bleibt spannend, denn die aktuellen Konjunkturprognosen werden gerade nach unten korrigiert.

Was glauben Sie steckt hinter der Entwicklung?

Neben individuellen Einflussfaktoren spielt die wirtschaftliche Entwicklung eine entscheidende Rolle. Wir haben die niedrigste Arbeitslosenquote seit dem Mauerfall und einen Job zu haben, erhöht die Zufriedenheit deutlich. Denn nicht das Einkommen allein, sondern mit eigener Arbeit erwirtschaftetes Einkommen macht glücklich. Außerdem spielt der soziale Vergleich eine wesentliche Rolle. Heute ist es durch die Digitalisierung viel einfacher geworden sich mit der Umwelt zu vergleichen als früher und im Vergleich zum Ausland geht es uns sehr gut. Übrigens gab es ähnliche Glückshöchststände im Jahr der Wiedervereinigung sowie zum Internetboom während der Jahrtausendwende.

Von was lassen sich die Menschen am Meisten beeinflussen?

Der wichtigste Einflussfaktor, den wir direkt messen konnten, ist heute genauso wie vor 25 Jahren der Gesundheitszustand. Außerdem macht nicht das Einkommen auf Dauer glücklich, sondern Bildung, Arbeit, Familie und Vertrauen. Arbeitslose Menschen sind im Durchschnitt deutlich unglücklicher, auch bei gleichen Einkünften. Das liegt unter anderem an der sozialen Anerkennung und Eigenverantwortung der Erwerbstätigen.

Worin sehen Sie Unterschiede respektive Veränderungen gegenüber früheren Befragungen?

Die Arbeitslosenquote ist niedriger und die Erwerbstätigen haben viel häufiger einen Hochschulabschluss als früher. Außerdem kommt es nicht nur auf die eigenen Lebensverhältnisse an. Vielmehr spielt der soziale Vergleich mit der Umwelt eine Rolle. Besser als in Deutschland würde es uns wohl derzeit in wenigen Ländern gehen.

Das Inverview auf reutlinger-wochenblatt.de

Ansprechpartner

12. Oktober 2017

Agnes Millack Vielfältiges AbendprogrammArrow

Eine interessante Region zeichnet sich nicht nur durch gute Arbeitsmöglichkeiten aus, sondern auch durch ein ansprechendes und umfangreiches Kultur- und Freizeitangebot. Die größte Dichte gibt es im Saarland. Am vielfältigsten ist eine kleine Stadt in Rheinland-Pfalz. mehr auf iwd.de

Ungleichheit: Medienberichte verunsichern Bürger
Pressemitteilung, 1. September 2017

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Die Medien berichten seit einigen Jahren immer häufiger über Ungleichheit, obwohl sich die Verteilung von Einkommen und Vermögen in Deutschland kaum verändert hat. Das belegt eine gemeinsame Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und von EcoAustria. Die Studie zeigt zudem, dass die Berichterstattung die Menschen verunsichert – zumindest kurzfristig. mehr

24. August 2017

Andrea Hammermann / Oliver Stettes Arbeitnehmer: Schlecht bezahlt und trotzdem glücklich?Arrow

Fast neun von zehn Beschäftigten in der Europäischen Union sind mit ihrem Job zufrieden. Dass das Gehalt und die Karriereperspektiven nicht immer den eigenen Wünschen entsprechen, wirkt sich nur moderat auf die Arbeitszufriedenheit aus. Offenbar werden negative Einflüsse oftmals durch positive Aspekte wettgemacht. mehr auf iwd.de