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Stromleitungen sind unverzichtbar, ihr Bau wird jedoch oft von Protesten begleitet. Foto: Lisa Valder/iStock

Eine Mehrheit erkennt die Bedeutung der Industrie. Wenn es aber um konkrete Projekte geht, gibt es großen Widerstand. Wie lässt sich dieser Widerspruch überwinden?

Wir dürfen nicht müde werden zu betonen, dass Industrie und industrienahe Dienstleistungen das Rückgrat des wirtschaftlichen Erfolgs in Deutschland bilden. Wenn Wertschöpfung aus diesen Bereichen wegbricht, ist sie nur schwer zu ersetzen. Wir müssen den Menschen verdeutlichen, dass bestimmte Infrastrukturprojekte unerlässlich sind, um den Fortbestand der Industrie zu sichern. Dazu zählt der Stromleitungsbau.

Stromleitungen sind ein Musterbeispiel dafür, dass die Überzeugungsarbeit oft scheitert.

Nur im intensiven Dialog vor Ort kann man den Menschen klarmachen, dass solche Leitungen unverzichtbar sind. Man darf nicht versuchen, einen bestimmten Trassenverlauf auf Biegen und Brechen durchzusetzen, sondern muss offen sein für Veränderungen.

Dennoch gibt es Vorbehalte gegenüber neuen Technologien und Projekten der Industrie.

Das stimmt. Wenn den Menschen aber klar wird, dass man auch vor Ort von einem solchen Projekt profitieren kann, kann sich das Bild ändern. Wenn an einem Industriestandort investiert wird, hilft das dem Bäcker und dem Sportverein nebenan, es hilft der Gemeinde und damit allen Bürgern. Am Ende darf man allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass industrielle Produktion nicht unsichtbar ist.

Wird Deutschland auch 2040 noch ein Industrieland sein?

Ich hoffe ja. Wenn die politischen Rahmenbedingungen in Ordnung sind und die Unternehmen entsprechend investieren, kann Deutschland den hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung halten.

Wo sind die Risiken?

Wir sehen gerade in den energieintensiven Industriebranchen eine schleichende Deindustrialisierung. Sie hat eine ihrer Hauptursachen in den großen Unsicherheiten rund um die künftige Kostenentwicklung im Energiebereich. Solange die Unternehmen nicht verlässlich davon ausgehen können, dass bestimmte Entlastungsregelungen erhalten bleiben, werden sie sich mit Investitionen zurückhalten und ihr Heil an anderen Standorten in der Welt suchen.

Welche Chancen bietet die Industrie 4.0?

Die deutsche Industrie ist da auf dem richtigen Weg. Sie hat aufgrund ihrer hohen Innovationskraft ein Riesenpotenzial und ist auch schon weiter vorangeschritten, als das in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen ist.

Ansprechpartner

23. Juni 2017

Klaus-Heiner Röhl Rund um die Uhr bereitArrow

Durch flexible Produktionsformen laufen Maschinen immer länger, viele Unternehmen fertigen in Mehrschichtsystemen. Damit Unterbrechungen der Produktion vermieden werden, kommt der M+E-Branche Reparatur und Instandhaltung eine besondere Rolle zu: Die Anlagen werden rund um die Uhr gewartet und, wenn nötig, repariert. mehr auf iwd.de

14. Juni 2017

Christian Rusche Produktionstechnik: Die Welt druckt 3-D Arrow

Ob Flugzeugturbinen, Schuhe, Prothesen oder Fruchtgummi: Die Einsatzmöglichkeiten für 3-D-Drucker kennen kaum noch Grenzen. Auch wirtschaftlich ist der Markt eine einzige Erfolgsstory. Deutsche Firmen stehen den neuen Produktionsmöglichkeiten besonders offen gegenüber. mehr auf iwd.de

Industriemetallpreis-Index
Gastbeitrag, 9. Juni 2017

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Talfahrt der Metallpreise gewinnt an DynamikArrow

Mit den deutlichen Preisrückgängen im Mai hat sich der Abwärtstrend an den Metallmärkten beschleunigt, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. Im vergangenen Monat ist der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) im Vergleich zum Vormonat um 20,7 Punkte auf 321,4 gefallen. mehr