1. Home
  2. Presse
  3. In den Medien
  4. Trotz Euro-Schwäche geben Metallpreise nach
Zeige Bild in Lightbox Schwäche geben Metallpreise nach
(© Foto: Marcel Paschertz - Fotolia)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 14. Oktober 2014

Trotz Euro-Schwäche geben Metallpreise nach

Obwohl der Euro gegenüber dem Dollar von August bis September deutlich nachgegeben hat, ist der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) erneut gesunken, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Die Veränderung des Wechselkurses allein hätte den Index um 3,2 Prozent ansteigen lassen, doch gaben die Preise auf den internationalen Metallmärkten spürbar nach. Als Folge fiel der IMP-Index, in dem die für Deutschland wichtigsten Importmetalle abgebildet werden, binnen eines Monats um vier Punkte oder 1,2 Prozent auf 320,6 Zähler.

Der Rückgang des Barometers wurde maßgeblich durch einen Einbruch des Eisenerzpreises verursacht, der zuletzt mit nur 82 Dollar so niedrig war wie zuletzt vor fünf Jahren. Auf Dollarbasis wurde das Schwergewicht im IMP-Index 12 Prozent günstiger gehandelt als im August. In Euro gerechnet beläuft sich der Preisabschlag trotz der Euro-Abwertung auf 9 Prozent. Billiger geworden sind um fast 4 Prozent auch Silber sowie um jeweils gut 2 Prozent Blei und Zinn.

Teurer geworden ist im September vor allem Gold (3 Prozent). Aber auch Zink (2 Prozent) sowie die beiden Indexschwergewichte Aluminium und Kupfer legten um jeweils gut 1 Prozent zu. In Dollar gerechnet waren aber auch diese Metalle mit Abschlägen von bis zu 4 Prozent günstiger zu haben.

Für die metallverarbeitende Industrie ist die relative Stabilität des Index - im Vergleich zu den vergangenen Jahren - kein Grund, gelassen in die Zukunft zu sehen; zu unterschiedlich waren die Preistrends in den letzten Monaten.

Seit Anfang des Jahres haben sich die Notierungen der einzelnen Metalle stark auseinanderentwickelt. So hat Eisenerz in Euro gerechnet fast ein Drittel seines Wertes verloren und damit maßgeblich zur insgesamt stabilen Entwicklung des IMP-Index beigetragen. Auf der anderen Seite ist Nickel seit Januar um ein Drittel teurer geworden, Aluminium und Zink zogen um jeweils 20 Prozent und Gold immerhin um 10 Prozent an. Auch die Schwächung des Euro wurde durch die Verbilligung von Eisenerz kompensiert.

Industriemetallpreis-Index

Januar 1999=100, enthält die Rohstoffe gemäß ihres Anteils an den deutschen Importen

 
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Zum Handel zwischen den USA und Europa
Hubertus Bardt Video 5. Dezember 2022

US-Subventionen: Zum Handel zwischen den USA und Europa

Die USA planen Subventionen für Unternehmen, die US-Produkte verwenden oder in den USA produzieren. Dies wird von Europa kritisch betrachtet. Der französische Präsident Emmanuel Macron spricht von einer westlichen Spaltung. Es bringe nichts, dies zu ...

IW

Artikel lesen
Klaus-Heiner Röhl IW-Report Nr. 64 5. Dezember 2022

Kooperationen in der europäischen Verteidigungswirtschaft

Industrielle Kooperationen bieten gerade für innovative Vorhaben Vorteile, denn Forschungs- und Entwicklungsausgaben können so auf mehrere Schultern verteilt und die jeweilige Expertise der Beteiligten effizient genutzt werden.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880