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Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 11. Dezember 2018

Auf Dollar-Basis fallen Notierungen kräftig: Trotz Euro-Abwertung geben Metallpreise leicht nach

Das Preisniveau der wichtigsten deutschen Importmetalle ist im November leicht zurückgegangen, nachdem es im Vormonat noch deutlich gestiegen war, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung.

Ohne die leichte Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar wäre der Rückgang der in der Gemeinschaftswährung berechneten Metallpreise stärker ausgefallen.

Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index), der monatlich vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW Köln) veröffentlicht wird, ist im November im Vormonatsvergleich um 0,7 Punkte oder 0,3 % auf 330,3 Zähler zurückgegangen. Im Oktober war der Anstieg mit 13,3 Punkten oder 4,2 % genau 19-mal so hoch ausgefallen. Die Mehrkosten für industrielle Metallverbraucher in Deutschland, die mit dem IMP-Index abgebildet werden, sind damit praktisch nicht reduziert worden.

Hinter der aktuellen Veränderung liegen zwei gegenläufige Entwicklungen. Auf der einen Seite sind die Notierungen an den internationalen Metallmärkten auf Dollar-Basis gefallen. Gleichzeitig hat der Euro gegenüber der US-Währung etwas abgewertet. Ohne diesen Wechselkurseffekt wäre der IMP-Index um 1,2 % auf 326,9 Punkte gefallen und hätte damit wieder den Wert vom Juli dieses Jahres erreicht.

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Von den Metallen, die im IMP-Index berücksichtigt werden, ist im November nur der Preis für Gold leicht gestiegen (+0,4 %). Deutlich an Wert verloren haben lediglich Nickel (-8,7 %) und das Indexschwergewicht Aluminium (-4,5 %). Nicht ganz so starke, aber spürbare Preisrückgänge gab es weiter bei Zink (-2,9 %), Blei (-2,5 %) und Silber (-1,7 %); das Edelmetall hat sich damit diametral zu Gold entwickelt. Kupfer, Eisenerz und Zinn sind mit Abschlägen von unter einem halben Prozent nahezu stabil geblieben.

Entlastung stark reduziert

Verglichen mit dem Jahresbeginn sind bei den meisten Metallen prozentual zweistellige Preisrückgänge zu verzeichnen. Blei und Zink haben sogar jeweils ein Viertel ihres Wertes verloren, Eisenerz ist mit einem Minus von 4 % auf Dollar-Basis relativ stabil geblieben. Die Euro-Abwertung im Jahresverlauf hat aber dazu geführt, dass die Entlastung für europäische Unternehmen deutlich geringer ausgefallen ist. Im Schnitt hat der Wechselkurs die Entlastung der Metallmärkte um rund sechs Prozentpunkte reduziert. Besonders deutlich ist das bei Eisenerz, das heute in Euro gerechnet rund 3 % teurer ist als zu Beginn des dieses Jahres.

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