1. Home
  2. Presse
  3. In den Medien
  4. Stärkster Rückgang der Metallpreise seit zwei Jahren
Zeige Bild in Lightbox Stärkster Rückgang der Metallpreise seit zwei Jahren
(© Foto: zhangyang135769 - Fotolia)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 8. Juli 2015

Stärkster Rückgang der Metallpreise seit zwei Jahren

Mit einem Minus von 4,9 Prozent sind die Metallpreise im Juni so stark gesunken wie seit zwei Jahren nicht mehr, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. Damit wird die Aufwärtsbewegung der in Euro notierten Preise der wichtigsten Metalle, die in den letzten Monaten zu beobachten war, wieder zurückgenommen.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Industriemetallpreis-Index

Januar 1999=100, enthält die Rohstoffe gemäß ihres Anteils an den deutschen Importen

<iframe src="https://datawrapper.dwcdn.net/bTAvL/3/" name="Ext" width="100%" height="500px" scrolling="auto" marginheight="0" marginwidth="0" frameborder="0"> <p>Ihr Browser kann leider keine eingebetteten Frames anzeigen</p> </iframe>

Seit Ende 2013 bewegt sich der IMP-Index in einem Band zwischen 310 und 330 Punkten. Diese Seitwärtsbewegung der letzten anderthalb Jahre setzt sich also fort. Aber auch der mittelfristige Abwärtstrend seit Februar 2011 ist ungebrochen. Aktuell bewegt sich der IMP-Index im oberen Mittelfeld dieses Abwärtskorridors.

Der Industriemetallpreisindex (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln sank um 16,2 Punkte auf einen Wert von 313,7 Punkten. Die Rückgänge sind in diesem Monat praktisch vollständig auf die realen Entwicklungen an den Dollar-basierten internationalen Metallmärkten zurückzuführen. Der Euro-Dollar-Wechselkurs ist hingegen zuletzt stabil geblieben. Eine weitere Abwertung würde die Metallkosten der europäischen Unternehmen jedoch deutlich anheben.

Der wesentliche Grund für die Abwärtsbewegung der Metallpreise lag in der Schwächung der beiden Indexschwergewichte Kupfer und Aluminium, die zusammen die Hälfte des IMP-Indexes ausmachen. Gegenüber dem Vormonat hat Kupfer im Juni 7,3 Prozent auf Dollar-Basis verloren, Aluminium 6,4 Prozent. Auch im Vorjahresvergleich war das Minus mit 14,5 beziehungsweise 8,2 Prozent deutlich. Am meisten haben innerhalb eines Jahres jedoch Eisenerz, Nickel und Zinn eingebüßt, die fast ein Drittel ihres Wertes verloren haben. Am aktuellen Rand war Eisenerz noch der Einzige Metallrohstoff mit einer Aufwärtsbewegung: Der Grundstoff für Eisen und Stahl kletterte um 5 Prozent nach einem 15-prozentigen Anstieg im Vormonat. Die Preisrückgänge der anderen Metalle waren hingegen vergleichsweise einheitlich: Blei und Zink notierten 8 bis 9 Prozent leichter; Silber, Nickel und Zinn zwischen 4 und 5 Prozent. Gold fiel lediglich um 1,4 Prozent und zählt mit einem Jahresverlust von 7,6 Prozent neben Zink und Aluminium zu den stabilsten Metallen der letzten 12 Monate.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Noch Zukunftsmusik: In Wilhelmshaven werden Pipelines für das neue LNG-Terminal verlegt.
Malte Küper / Thilo Schaefer IW-Nachricht 11. November 2022

Gasverbrauch: Gemeinsam gegen die Gasmangellage

Die Industrie spart so viel Gas wie nie zuvor, der bisher milde Winter hilft ebenfalls, eine Notlage zu vermeiden. Um den Umstieg von Gas zu beschleunigen, braucht es Unterstützung, beispielsweise schlankere Genehmigungsverfahren für neue Anlagen. Nicht ...

IW

Artikel lesen
Christoph Schröder bei Das Erste am Morgen ARD 11. November 2022

„Der technische Fortschritt wirkt preissenkend“

Trotz steigender Preise gibt es einige technische Produkte, die davon nicht betroffen sind. Im Gegenteil, einige werden sogar günstiger. IW-Tarifpolitikexperte Christoph Schröder erklärt in einem Interview mit Das Erste am Morgen, woran das liegt.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880