1. Home
  2. Presse
  3. In den Medien
  4. Industriemetallpreis-Index: Rückläufige Metallpreise im Sommer
Zeige Bild in Lightbox
(© Foto: iStock)
Gastbeitrag 12. September 2018 Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung

Industriemetallpreis-Index: Rückläufige Metallpreise im Sommer

Die Sommermonate haben deutschen Verarbeitern von Metallen wie Kupfer und Aluminium deutliche Entlastungen gebracht, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. Denn die Kurspfeile an den internationalen Metallmärkten zeigten zuletzt klar nach unten.

Die anhaltende Abwertung des Euro im Vergleich zum Dollar hat den Trend zu niedrigeren Rechnungen für Unternehmen, die in Euro rechnen, allerdings gebremst. Nach einem leichten Preisanstieg im Juni sanken die Metallpreise vor allem im Juli wieder deutlich. Im August setzte sich diese Abwärtsentwicklung etwas langsamer fort.

Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index), der nach zweimonatiger Berechnungspause infolge einer Überarbeitung des Datenangebots der Weltbank nun wieder vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ermittelt wurde, ergab, dass das Barometer zwischen Mai und August insgesamt um 24 Punkte auf 322,9 Zähler gefallen ist. Das entspricht einem Rückgang um 6,9 Prozent. Allein im Juli fiel der Index um 7,3 Prozent oder 25,6 Punkte - so stark wie seit Oktober 2011 nicht mehr. Vom Rekordhoch bei 448 Punkten (Februar 2011) ist der IMP-Index inzwischen 28 Prozent zurückgekommen.

Euro bremst Verbilligung

Ohne die Aufwertung des Euro wäre der Rückgang der Metallkosten für Verarbeiter im Inland noch höher ausgefallen. Bei einem stabilen Wechselkurs wäre der IMP-Index, der die Entwicklung der wichtigsten Importmetalle nach Deutschland abbildet, um 9 Prozent gesunken. Aber auch so liegt der Indexwert wieder auf dem Niveau vom Sommer 2017. Der zeitweilige Anstieg auf rund 350 Punkte wurde mit dem Kursrückgang im Juli vollständig ausgeglichen.

Inhaltselement mit der ID 5016
Inhaltselement mit der ID 5017
Inhaltselement mit der ID 5019

Auf den in Dollar abrechnenden Weltmärkten waren teilweise deutlich zweistellige Kursabschläge zu beobachten. Der Zinkpreis brach im Dreimonatsvergleich um fast 18 Prozent ein, Blei gab um 13 Prozent nach. Die Notierungen der beiden Indexschwergewichte Aluminium und Kupfer fielen um jeweils rund 11 Prozent. Gegen den Trend etwas teurer wurde lediglich Eisenerz, für das der Preis um knapp 2 Prozent stieg. Im Vorjahresvergleich hingegen hat sich Eisenerz mit 12 Prozent immer noch überdurchschnittlich stark verbilligt.

Datei herunterladen

Industriemetallpreis-Index

Rohdaten

Datei herunterladen

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Deutlicher Rückgang nach fünf Monaten auf Rekordniveau
Gastbeitrag 7. Juli 2026 Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung

IMP-Index: Deutlicher Rückgang nach fünf Monaten auf Rekordniveau

Nach dem Sprung zum Jahreswechsel von rund 746 auf 829 Punkte hat sich der Industriemetallpreis-Index fünf Monate lang auf Rekordniveau bewegt, schreibt IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung.

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung IW

Artikel lesen
Gutachten 2. Juli 2026 Henry Goecke et al.

Die ökonomische Bedeutung der Gießerei-Industrie in Deutschland

Die Gießerei-Industrie in Deutschland ist ein zentraler Bestandteil industrieller Wertschöpfungsketten und weit über ihre direkten Kennzahlen hinaus von gesamtwirtschaftlicher Bedeutung.

Henry Goecke / Christian Kestermann / Hilmar Klink / Marco Trenz / Benita Zink IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880