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Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 11. März 2019

Kostenschub für deutsche Metallverarbeiter: Preisindex legt im Monatsvergleich 6,5 Prozent zu

Die Preise der wichtigsten Importmetalle haben im Februar einen deutlichen Sprung nach oben gemacht, schreibt IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt in einem Gastbeitrag für die Börsen-Zeitung.

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Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln stieg im Berichtsmonat auf 351,3 Punkte nach 329,9 Zählern im Januar. Der Satz um 21,5 Punkte oder 6,5 Prozent ist der größte Zuwachs im Monatsvergleich seit November 2016.

Der IMP-Index bildet das Kostenniveau in Euro für die wichtigsten Metalle ab, die nach Deutschland eingeführt und hier weiterverarbeitet werden. Für die metallverarbeitenden Unternehmen bedeutet der Preisanstieg einen deutlichen Kostenschub. Nach dem jüngsten Anstieg liegt das Preisniveau wieder auf dem Niveau vom Juni 2018. Spürbar höher lag der Index zuletzt im März 2017, als er 357,2 Punkte erreicht hatte. Durch die festen Kurse ist die zuvor beobachtbare Entlastung wieder aufgebraucht, in der die im IMP-Index gespiegelten Metallpreise um bis zu einem Zehntel unter dem aktuellen Wert lagen.

Eisenerz und Nickel sehr fest

Auf den Weltmärkten sind vor allem Eisenerz und Nickel deutlich teurer geworden. In Dollar gerechnet legte der Eisenerzpreis von Januar auf Februar um fast 16 Prozent zu, mit dem Nickelpreis ging es um mehr als 10 Prozent bergauf. Deutlich teurer wurden auch Kupfer (+6 Prozent), Zink (+5 Prozent), Zinn (+4 Prozent) und Blei (+3 Prozent).

Bescheidener waren die Preissteigerungen bei Gold (+2 Prozent) und Silber (+1 Prozent). Nahezu stabil blieb Aluminium, das sich um lediglich 0,5 Prozent verteuerte. Einen Preisrückgang gab es bei keinem der Metalle, die in den IMP-Index einfließen.

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Für die Unternehmen in Deutschland ist im Regelfall der Euro-Preis der Metalle der wichtigere. Daher berücksichtigt der IMP-Index neben den in Dollar notierten Weltmarktpreisen auch den Euro-Dollar-Wechselkurs. Zuletzt gab es eine leichte Abwertung des Euro gegenüber dem Greenback, was das Preisniveau der Importmetalle leicht angehoben hat. Ohne diesen Effekt wäre der Index im Februar statt um 6,5 Prozent nur um 5,9 Prozent gestiegen. Der überwiegende Teil des jüngsten Preisschubs ist also auf die Entwicklungen der globalen Metallmärkte zurückzuführen.

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