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Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 9. März 2018

Industriemetallpreis-Index: Nur Nickel und Zinn schlagen aus

Einen rasanten Start ins Jahr haben die wichtigsten Metalle an den internationalen Handelsplätzen hingelegt. Auf breiter Front ging es aufwärts. Besonders stark war der Preisanstieg bei Nickel, das im Januar im Vergleich zum Vormonat fast 12 Prozent an Wert gewann, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt.

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An den internationalen Metallmärkten ist es im vergangenen Monat relativ ruhig geblieben. Die Preise der wichtigsten Metalle bewegten sich innerhalb geringer Bandbreiten. Leicht aufwärts im Vergleich zum Januar-Wert ging es mit Eisenerz, das auf Dollar-Basis um 1,5 Prozent zulegte. Stärker gestiegen sind hingegen Nickel (+ 5,7 Prozent) und Zinn (+ 4,6 Prozent). Auch Zink (+ 2,7 Prozent) legte etwas zu. Die beiden für die deutsche Wirtschaft wichtigsten Metalle Aluminium und Kupfer gaben dagegen im Vergleich zum Vormonat um jeweils 1 Prozent nach. Gold und Blei lagen fast unverändert, wohingegen Silber mehr als 3 Prozent an Wert verlor.

Gewichtet mit den Einfuhranteilen der Metalle nach Deutschland gab es im Februar keine Veränderung des Preisniveaus, da sich steigende und fallende Preise fast punktgenau ausglichen. Bei konstanten Wechselkursen wäre auch der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) mit 347,7 Punkten exakt auf dem Vormonatsniveau geblieben. Einzig die leichte Aufwertung des Euro im Vergleich zum Dollar führte zu einem Preisrückgang für europäische Importeure, die mit dem IMP-Index gemessen wird. Mit 343,6 Punkten lag der Index zuletzt um 4,1 Zähler oder 1,2 Prozent unter dem Wert von Januar.

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Starke Schwankungen

Auch wenn die jüngsten Marktpreisänderungen gering sind, mussten sich die metallverarbeitenden Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten doch auf erhebliche Veränderungen einstellen. So stiegen die Indexschwergewichte Aluminium und Kupfer auf Dollar-Basis um jeweils über 17 Prozent, die Preise für Blei und Nickel zogen um fast 12 Prozent bzw. 28 Prozent an. Auf der anderen Seite gab es einen starken Preisrückgang von über 13 Prozent bei Eisenerz.

Die deutliche Aufwertung des Euro gegenüber dem Greenback glich diese Entwicklung aber zum großen Teil wieder aus: Die Preise für Aluminium und Kupfer haben sich in Euro daher kaum verändert. Eisenerz hat sogar ein Viertel seines Wertes verloren, so dass das Preisniveau gemessen am IMP-Index heute um 5 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats liegt.

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