1. Home
  2. Presse
  3. In den Medien
  4. Industriemetallpreis-Index: Nickel wird für deutsche Verarbeiter immer teurer
Zeige Bild in Lightbox
(© Foto: iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 8. Oktober 2019

Industriemetallpreis-Index: Nickel wird für deutsche Verarbeiter immer teurer

Der IMP-Index steigt auf zweithöchsten Wert seit Spätsommer. Nach den erheblichen Preisausschlägen im August haben sich die internationalen Metallmärkte im vergangenen Monat zwar beruhigt, doch verteuerten sich die Rohstoffe im September auf breiter Front, schreibt IW-Wissenschaftsleiter Hubertus Bardt in einem Gastbeitrag für die Börsen-Zeitung.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Verstärkt wurde diese Tendenz für deutsche Unternehmen durch die Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar. Der Rückgang des Preisniveaus der wichtigsten Metalle im August ist damit weitgehend ausgeglichen worden.

Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln misst die Preisbewegungen der wichtigsten Rohstoffe, die importiert werden, und bildet damit das Preisniveau aus Sicht deutscher metallverarbeitender Unternehmen ab. Der IMP-Index ist zuletzt um 2,7 % oder 9,7 Punkte auf 368,9 Zähler gestiegen. Damit liegt das Barometer nur noch knapp unter dem Stand von Juli und ist der zweithöchste Wert seit dem Spätsommer 2013. Gut die Hälfte des Anstiegs ist auf die Entwicklung auf den internationalen Metallmärkten zurückzuführen, der kleinere Teil auf die Wechselkursentwicklung. Bei stabilem Austauschverhältnis zwischen Euro und Dollar wäre der Index immer noch um 1,6 % gewachsen und läge rund 4 Punkte unter dem jüngsten Niveau.
 

Inhaltselement mit der ID 6418
Inhaltselement mit der ID 6419
Inhaltselement mit der ID 6421

Stark überdurchschnittlich gestiegen ist auch im September wieder Nickel. In Dollar gerechnet kam es zu einem Plus von 12,1 %. Seit Jahresbeginn ist Nickel um insgesamt 53% teurer geworden. Dazu haben die Exportbeschränkungen in Indonesien beigetragen. Das asiatische Land steht für etwa 18% der weltweiten Nickelproduktion. Überdurchschnittlich gestiegen ist auch der Preis für Silber (+5,4 %), während Gold mit einem Plus von nur 0,7 % kaum verändert notierte. Offenbar gab es zuletzt keine weiteren Zuflüsse in das als sicherer Anlagehafen geltende Edelmetall.

Eisenerz ist im September stabil geblieben, nachdem im ersten Halbjahr enorme Preisanstiege zu beobachten waren. Nach der scharfen Korrektur um 22 % im August blieb eine Gegenbewegung nach oben aber bisher aus.

Mit weniger als 1 % verzeichneten die Indexschwergewichte Aluminium und Kupfer nur geringe Zuwächse. Blei und Zinn legten jeweils um gut 1 % und damit nur wenig mehr zu. Lediglich Zink zeigte mit 2,6 % noch einen höheren Preisaufschlag; das Buntmetall liegt damit aber immer noch spürbar unter dem Preisniveau vom Jahresanfang.

Datei herunterladen

Industriemetallpreis-Index

Rohdaten

Datei herunterladen

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Eisenerz wird im Monatsvergleich 23 Prozent teurer
Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 7. Januar 2022

IMP-Index: Eisenerz wird im Monatsvergleich 23 Prozent teurer

Das abgelaufene Jahr war geprägt von ungewöhnlich starken Ausschlägen auf den globalen Rohstoffmärkten. So kostete Eisenerz im Dezember zwar 23% mehr als im Vormonat, wies im Jahresvergleich aber ein Minus von 19% auf, schreibt IW-Wissenschaftleiter Hubertus ...

IW

Artikel lesen
Michael Hüther im Deutschlandfunk Interview 27. Dezember 2021

IW-Verbandsumfrage: „Lageeinschätzung ist erstaunlich positiv“

Trotz der Corona-Pandemie und der Lieferengpässe blicken viele deutsche Unternehmen zuversichtlich in das kommende Jahr, erklärt IW-Direktor Michael Hüther im Interview mit dem Deutschlandfunk.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880