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Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 11. Oktober 2018

IMP-Index sinkt den dritten Monat in Folge: Metallpreise im ganzen Sommer rückläufig

Die Einkaufskosten für europäische Metallverarbeiter sind auch im September gefallen. Damit war das dritte Quartal 2018 geprägt von einem kontinuierlichen Rückgang der in Euro abgerechneten Metallpreise, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung.

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Seit Juni dieses Jahres ist das Preisniveau um fast 10 Prozent gefallen. Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) fiel im vergangenen Monat um 1,6 Prozent oder 5,1 Punkte auf 317,7 Zähler. Vor drei Monaten, im Juni, hatte das Preisbarometer noch bei 352,3 Punkten gelegen. Seit dem Hoch bei 448 Punkten (Februar 2011) ist der Index um 29 Prozent gefallen.

Der IMP-Index wird monatlich vom Institut der deutschen Wirtschaft erstellt. In die Berechnung gehen die Preisentwicklungen der wichtigsten Importmetalle ein. Um die Bedeutung für die europäische Industrie abzubilden, werden zudem die Dollar-Notierungen der Metalle mit dem jeweiligen Wechselkurs in Euro überführt.

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Die jüngste Entwicklung geht zu rund drei Fünfteln auf die leichte Aufwertung des Euro zurück, wodurch Dollar-basierte Importe tendenziell günstiger werden. Die übrigen zwei Fünftel resultieren aus den Entwicklungen auf den internationalen Metallmärkten, wo die Preise insgesamt leicht nachgaben. Gegen den Abwärtstrend hat sich Eisenerz in der Berichtszeit auf Dollar-Basis um 1,9 Prozent verteuert. Auch in Euro bleibt ein Anstieg von 1 Prozent für den Basisrohstoff in der Stahlproduktion. Ansonsten ging es auf den internationalen Märkten durchgängig nach unten: Nickel verlor fast 7 Prozent, Silber fast 5 Prozent und Zink gut 3 Prozent. Die Notierungen für Zinn, Blei und Aluminium gaben zwischen 1 Prozent und 1,5 Prozent nach. Gold und Kupfer verbuchten lediglich leichte Abschläge.

Schlusslichter: Zink und Blei

Verglichen mit den Preisen zu Jahresbeginn zeigen alle Dollar-basierten Metallnotierungen deutliche Rückgänge zwischen 8 Prozent und 17 Prozent. Ausreißer nach weiter unten waren hier Blei (- 22 Prozent) und Zink (- 29 Prozent). Nickel hielt sich mit einem Verlust von nur 3 Prozent relativ gut. Auch das zuletzt gegen die Abwärtstendenz feste Eisenerz ist immer noch gut ein Zehntel günstiger als im Januar.

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