1. Home
  2. Presse
  3. In den Medien
  4. Metallindex verliert in drei Monaten 14 Prozent
Zeige Bild in Lightbox Metallindex verliert in drei Monaten 14 Prozent
(© Foto: zhangyang135769 - Fotolia)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 10. September 2015

Metallindex verliert in drei Monaten 14 Prozent

Die Metallpreise fallen weiter. Grund dafür könnte der Wachstumseinbruch Chinas sein, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Industriemetallpreis-Index

Januar 1999=100, enthält die Rohstoffe gemäß ihres Anteils an den deutschen Importen

Der starke Preisrückgang der wichtigsten Metalle und Erze hat sich im August fortgesetzt. Nach zwei Monaten mit Abschlägen von jeweils rund 5 Prozent ist der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) in der Berichtszeit um 4,4 Prozent gefallen. Damit gab das Barometer für Rohstoffpreise innerhalb eines Vierteljahres um rund 14 Prozent nach. Das war der höchste Dreimonatsverlust seit der Periode März bis Mai 2013. Der IMP-Index notierte zuletzt bei 284,1 Punkten; das ist ein Minus von 13,3 Zählern im Vergleich zum Juli.

Folglich setzt sich auch der mittelfristige Rückgang der Metallpreise fort: Im Februar 2011 hatte der IMP-Index sein Rekordhoch bei knapp 450 Punkten ausgebildet - inzwischen notiert das Barometer um 36,5 Prozent niedriger und bewegt sich im unteren Drittel des Abwärtskorridors der vergangenen viereinhalb Jahre.

Eisenerz 8 Prozent aufwärts

Auf den internationalen Märkten sind im August einige der wichtigsten Industriemetalle deutlich billiger geworden. Nickel und Zink haben innerhalb eines Monats auf Dollar-Basis gut 9 Prozent an Wert verloren. Die beiden Indexschwergewichte Aluminium und Kupfer haben mit 5,6 Prozent und 6 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich nachgegeben. Gegen den Trend deutlich angestiegen ist hingegen der Preis von Eisenerz, der im August rund 56 Dollar pro Tonne ("dry metric ton") betrug; das entspricht einer metrischen Tonne Erz ohne Wasseranteil mit einem Metallgehalt von 1 Prozent. Mit dem Preisanstieg um 7,7 Prozent im August konnte der erhebliche Preisverfall der vorherigen Monate jedoch bei weitem nicht kompensiert werden. Eisenerz wird immer noch um 40 Prozent unter dem Wert gehandelt, den der Grundstoff zur gleichen Zeit im Vorjahr hatte.

Euro-Erholung stützt

Für industrielle Verbraucher in Deutschland wurde der Preisrückgang auf den internationalen Metallmärkten zuletzt durch eine leichte Erholung des Euro gegenüber dem Dollar unterstützt. Ohne diesen Wechselkurseffekt wäre der Rückgang des IMP-Index mit 3,2 Prozent fast ein Drittel schwächer ausgefallen.

Trotz des anhaltenden mittelfristigen Abwärtstrends liegen die Metallpreise immer noch deutlich über den Niveaus, die bis vor zehn Jahren an den Märkten galten. So wie der China-Boom über viele Jahre erheblich zur Preisrally beitrug, so ist die Wachstumseintrübung im Reich der Mitte nun ein wesentlicher Grund für den Preiseinbruch. Die wirtschaftliche Entwicklung Chinas wird auch in den nächsten Monaten prägend für die Entwicklungen auf den globalen Metallmärkten sein.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Mehrkosten in Milliardenhöhe für Industrie und private Haushalte
Thilo Schaefer / Andreas Fischer IW-Nachricht 15. August 2022

Gasumlage: Mehrkosten in Milliardenhöhe für Industrie und private Haushalte

Heute haben die Gas-Netzbetreiber bekannt gegeben, dass die Gasumlage ab Oktober 2,419 Ct/kWh betragen wird. Für Haushalte und Wirtschaft bedeutet das: Die Kosten für Energie klettern weiter in die Höhe. Insgesamt belaufen sich die Mehrkosten für die Industrie ...

IW

Artikel lesen
Klaus-Heiner Röhl / Hubertus Bardt / Barbara Engels IW-Policy Paper Nr. 4 15. August 2022

Zeitenwende für die Verteidigungswirtschaft?

Durch den russischen Angriff auf die Ukraine ist die Frage der Einsatzfähigkeit der Bundeswehr erneut in den Fokus gerückt. Die Landesverteidigung, die mit dem Ende des Kalten Krieges und der Auflösung von Warschauer Pakt und Sowjetunion 1991 nur noch eine ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880