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(© GettyImages)
Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 7. November 2025

IMP-Index: Metalle springen auf Rekordniveau

Starke Preisanstiege dominierten die internationalen Metallmärkte im Oktober. Mehrere Metalle erreichten historische Höchststände. Auch das Preisniveau für deutsche Metalleinkäufer hat den bisherigen Rekordwert mit großem Abstand überschritten.

Importeure der wichtigsten Metalle müssen im Oktoberdurchschnitt 8,7 % mehr zahlen als noch im September. Der Industriemetallpreisindex (IMP-Index), der vom Institut der deutschen Wirtschaft berechnet wird, ist um 51,6 Punkte auf 646,1 Punkte angestiegen. Der Index bildet das Preisniveau der wichtigsten Importmetalle in Euro ab und soll so die Einkaufskosten der Metallverarbeiter abbilden. Mit dem hohen Preisanstieg hat auch der IMP-Index ein Rekordniveau erreicht. Mit dem aktuellen Anstieg wurde das bisherige Rekordniveau vom April 2022 um deutliche 6,5 % übertroffen. Damals sorgten die Wirren des Ukraine-Kriegs für starke Preisausschläge.
 

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Drei Metalle haben historische Höchststände auf den Weltmetallmärkten erreicht und damit das gesamte Preisniveau getrieben. Das Indexschwergewicht Kupfer ist im Monatsvergleich für in Euro rechnende Unternehmen um 8,5 % teurer geworden. Bei Gold und Silber waren es sogar 11,6 beziehungsweise 16,5 %. 

Während die Edelmetalle vor allem durch die wirtschaftspolitische Unsicherheit getrieben sind, haben Kupfer und andere Metalle auf die zuletzt zunehmenden Hoffnungen einer wachsenden Weltwirtschaft und einer Entspannung im US-chinesischen Handelskonflikt reagiert. Bei den Edelmetallen hat die Preisrally zum Monatsende aber bereits wieder eine Korrektur erfahren. Stark gestiegen sind auch Zink (8,4 %) und Aluminium (6,2 %). Stabilisierend wirkten hingegen Blei, Eisenerz, und Nickel, die jeweils rund 1 % teurer geworden sind.  

Ebenfalls preistreibend war im Oktober der leicht aufgewertete Dollar, wodurch in Dollar berechnete Importe teurer wurden. Ohne diesen Effekt wäre, der Anstieg mit 7,7 % einen ganzen Prozentpunkt niedriger ausgefallen. Eine Rekordhöhe des Preisniveaus der wichtigsten Metalle hätte es aber auch sonst gegeben. 

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