1. Home
  2. Presse
  3. In den Medien
  4. Große Schwankungen unter den Metallpreisen: Kosten für verarbeitende Industrie per saldo stabil
Zeige Bild in Lightbox
(© Foto: iStock)
Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 6. Februar 2019

Große Schwankungen unter den Metallpreisen: Kosten für verarbeitende Industrie per saldo stabil

Zu Jahresanfang hat es auf den internationalen Märkten sehr unterschiedliche Entwicklungen bei den Metallen gegeben. Deutlichen Preisanstiegen insbesondere bei Eisenerz standen spürbare Kursrückgänge bei anderen Metallen wie Kupfer und Aluminium gegenüber, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung.

In der Summe haben sich diese divergierenden Veränderungen nahezu ausgeglichen. Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW), der die Kosten der wichtigsten Importmetalle in Euro misst und monatlich berechnet wird, hat sich im Januar kaum verändert: Mit 329,9 Punkten lag er lediglich 3,5 Zähler oder 1,1 Prozent über dem Wert von Dezember 2018.

Eisenerz zieht deutlich an

Besonders deutlich ist der Preis für Eisenerz gestiegen. Auf den internationalen Märkten wurden im Januar auf Dollar-Basis Zuwächse von mehr als einem Zehntel im Vergleich zum Vormonat verzeichnet. Damit hat der Grundstoff der Stahlindustrie wieder den Wert von Anfang vorigen Jahres erreicht. Vorübergehend hatte Eisenerz 2018 rund 15 Prozent niedriger als zu Jahresbeginn notiert. Auch Nickel, Silber und Zinn haben mit Zuwächsen von jeweils rund 6 Prozent im Januar deutlich fester tendiert als im Dezember. Dagegen stiegen die Notierungen von Gold und Blei mit gut 3 Prozent bzw. 1 Prozent deutlich moderater. Auf der Gegenseite stehen vor allem Rückgänge bei Kupfer und Aluminium, die zusammen rund die Hälfte der Metallimporte nach Deutschland ausmachen und damit für die Metallrechnung der metallverarbeitenden Industrie hierzulande besonders bedeutsam sind. Aluminium verlor im Januar gut 2 Prozent an Wert, Kupfer verbilligte sich sogar um gut 3 Prozent. Der Preis für Zink gab um fast 2 Prozent nach.

Inhaltselement mit der ID 5645
Inhaltselement mit der ID 5647
Inhaltselement mit der ID 5646

Leichter Wechselkurseffekt

Keine nennenswerte Rolle spielte zuletzt der Wechselkurs. Die leichte Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar hat die Metallimporte tendenziell verbilligt. Ohne diesen Effekt wäre der IMP-Index mit 330,8 Punkten aber nur leicht höher ausgefallen.

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Eine Kölner Einkaufsstraße im Februar 2022: Das Coronavirus hat das Land fest im Griff, shoppen war nur teilweise möglich.
Michael Grömling Pressemitteilung 22. Februar 2024

Vier Jahre Krisen: Der deutschen Wirtschaft fehlen 545 Milliarden Euro

Vier Jahre Coronapandemie, zwei Jahre Krieg in der Ukraine. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) berechnet in einer neuen Studie, was die Krisen der gesamten Volkswirtschaft gekostet haben.

IW

Artikel lesen
Hubertus Bardt / Thilo Schaefer IW-Trends Nr. 1 21. Februar 2024

Aktuelle Energiekostenkrise und historischer Ölpreisschock im Vergleich

Knapp 50 Jahre nach der ersten Ölkrise hat erneut ein massiver Anstieg der Energiepreise die deutsche Konjunktur in Mitleidenschaft gezogen. Beide Ereignisse sind durch kriegerische Auseinandersetzungen ausgelöst und machen deutlich, wie sich militärische ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880