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Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 14. Dezember 2016

Industriemetallpreis: Index springt um ein Zehntel

Die Notierungen an den internationalen Metallmärkten sind im November stark gestiegen. Außer Gold und Silber sind alle bedeutenden Metalle deutlich teurer geworden, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung.

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Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) sprang im abgelaufenen Monat im Vergleich zu Oktober um 11,5 Prozent oder 34,3 Punkte auf 332,8 Zähler. Das Preisbarometer, das die Kosten für industrielle Verbraucher der wichtigsten Metalle auf Eurobasis zusammenfasst, hat damit die 300-Punkte-Marke klar überwunden. Einen solch starken prozentualen Anstieg hatte der IMP-Index zuletzt im August 2009 als Reaktion auf den Preisverfall im Zuge der globalen Wirtschaftskrise gezeigt. So hoch wie auf dem gegenwärtigen Niveau lag der Index zuletzt im Frühjahr 2015.

Mit dem Preissprung ist der langfristige Abwärtstrend der Industriemetalle durchbrochen worden. Seit dem Hoch im Februar 2011 (447,6 Punkte) hat sich der IMP-Index in einem stabilen Abwärtskorridor bewegt. Die Obergrenze dieses Korridors hätte im November bei 302,8 Zählern gelegen.

Kein Widerstand mehr

Der IMP-Index hatte sich im Laufe des Jahres immer weiter der Obergrenze des Abwärtstrichters angenähert: Anfang 2016 lag der Indexwert bei 80 Prozent des oberen Korridorwerts, seit Jahresmitte aber nur noch wenige Prozentpunkte unter dieser Linie. Der Kurssprung vom November katapultierte den Metallpreis-Index um ein Zehntel über den Maximalwert des Abwärtskorridors. Eine neue Widerstandslinie ist nach dem rasanten Anstieg nicht zu erkennen.

Im November sind praktisch alle Industriemetalle deutlich teurer geworden. Besonders sticht Eisenerz heraus, das auf Dollarbasis fast 24 Prozent höher gehandelt wurde als im Vormonat. Seit Jahresbeginn ist der Preis für das Ausgangsmaterial zur Stahlherstellung sogar um 74 Prozent gestiegen. Das derzeitige Preisniveau von Eisenerz war zuletzt vor zwei Jahren erreicht worden. Die beiden Indexschwergewichte Kupfer und Aluminium haben im November 15 Prozent bzw. 4,5 Prozent zugelegt. Bei den anderen Metallen lagen die Zuwächse zwischen 5 und 11,5 Prozent. Lediglich Gold und Silber haben sich leicht um bis zu 2 Prozent verbilligt.

Wechselkurse wenig relevant

Der IMP-Index wurde zudem durch die weitere Schwächung des Euro im Vergleich zum Dollar angetrieben. Ohne die jüngste Abwertung wäre der Index lediglich um 9,2 Prozent auf 325,9 Punkte gestiegen. Doch selbst dann hätte das Preisbarometer deutlich oberhalb des bisherigen Abwärtskorridors gelegen. Der seit über fünf Jahren anhaltende Trend ist nicht durch Wechselkursschwankungen, sondern durch deutliche Verschiebungen auf den Metallmärkten gebrochen worden.

Industriemetallpreis-Index

Januar 1999=100, enthält die Rohstoffe gemäß ihres Anteils an den deutschen Importen

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