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Klumpen aus Silber oder Platin auf einem Steinboden. (© GettyImages - Oat_Phawat)
Gastbeitrag 13. Januar 2026 Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung

IMP-Index: Edelmetalle, Zinn und Kupfer treiben IMP-Index auf Rekordhoch

Der Industriemetallpreis-Index ist im Dezember den dritten Monat in Folge auf ein Rekordhoch gestiegen. Dazu beigetragen haben die starken Preissprünge von Silber, Zinn und Kupfer. Im Jahresvergleich hat der IMP-Index um 22% zugelegt.

Die Kosten der wichtigsten Metalle haben sich im letzten Jahr unterschiedlich entwickelt, in der Summe haben sie sich jedoch deutlich verteuert. Gemessen wird dies mit dem Industriemetallpreisindex (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft. Der Index bildet die Preisentwicklung der zentralen Importmetalle in Euro-Bewertung ab. Im Dezember hat der IMP-Index mit 690,1 Punkten den dritten Rekordwert in Euro erzielt. Gegenüber dem Vormonat stieg der Index um 5,6 % oder 36,4 Punkte an. Seit Beginn des Preisauftriebs, der nach August einsetzte, ist das Preislevel um 21,3 % angestiegen. Verglichen mit dem Vorjahresniveau lag der Anstieg mit 22,3 % nur unwesentlich höher.

Am aktuellen Rand haben vor allem Silber und Kupfer den Index nach oben getrieben. Silber ist in Euro gerechnet innerhalb nur eines Monats um 22,0 % teurer geworden. Im Jahresvergleich liegt das Plus bei ganzen 81,4 %. Drohende Lieferunterbrechungen aus China haben die Silbernotierungen in der zweiten Dezemberhälfte geradezu explodieren lassen. Ohne den Silber-Effekt wäre der IMP-Index im Dezember ganze 1,5 Punkte weniger stark angestiegen.

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Der Kupferkurs hat sich zwar nicht so stark verteuert, aufgrund des hohen Gewichst im IMP-Index ist die Wirkung auf das Preisniveau aber höher. Im Dezember ist Kupfer um 7,6 % teurer geworden, im ganzen Jahr 18,3 %. Durch die große Bedeutung ist Kupfer aber verantwortlich für 3,0 Prozentpunkte des Preisniveauanstiegs. Der Preisanstieg der beiden Metalle ist damit verantwortlich für 80 % der jüngsten Zunahme des IMP-Index.

Gold ist das dritte Metall, das aktuell auf Rekordniveau notiert wird. Im letzten Monat stieg der Goldpreis zwar nur um 4,1 % an, im Zwölfmonatszeitraum waren es jedoch deutliche 45,6 %. Auch Zinn ist überdurchschnittlich stark angestiegen. Im Dezember ging der Preis in Euro gerechnet um 10,1 % nach oben, seit letzten Dezember waren es 27,8 %.

Gebremst wurde der Preisniveauanstieg vor allem durch die beiden Indexschwergewichte Aluminium und Eisenerz. Beide sind mit 0,7 beziehungsweise 0,8 % zuletzt nur geringfügig teurer geworden. Auch in zwölf Monaten hat Aluminium gerade einmal 1,3 % zugelegt, während Eisenerz ganze 8,4 % günstiger geworden ist. Ähnlich sieht es bei Nickel aus, das im Dezember um 0,2 % höher notiert hat, gegenüber dem Vorjahresmonat jedoch 13,8 % günstiger. Abschläge auf Euro-Basis gab es zudem bei Zink und Blei. Der Rückgang belief sich am aktuellen Rand bei 1,6 beziehungsweise 4,2 %, innerhalb eines Jahres waren es 6,6 beziehungsweise spürbare 13,8 %.

Im vergangenen Jahr hat zudem die deutliche Dollar-Abwertung im ersten Halbjahr entlastend auf die Kosten deutscher Importeure gewirkt. Auch im Dezember notierte der Dollar wieder etwas schwächer. Ohne die jüngste Änderung wäre der IMP-Index noch stärker auf 699,0 angestiegen. Bei einem konstanten Euro-Dollar-Wechselkurs seit Ende letzten Jahres läge der Index sogar bei 771,1 Punkten. Fast 40 % des Anstiegs an den internationalen Metallmärkten konnte damit für deutsche Importeure durch die Wechselkursentwicklung ausgeglichen werden. Das erheblichen Kostenplus konnte die Dollar-Schwäche aber nicht verhindern. 
 

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