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Gastbeitrag 9. September 2025 Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung

IMP-Index: Die vielleicht längste Sommerflaute der Welt

Die seit Monaten anhaltende Seitwärtsbewegung auf den internationalen Metallmärkten setzt sich fort. Auch für in Euro rechnende Verarbeiter haben sich wegen des stabilen Dollar-Euro-Wechselkurses die Preise kaum verändert, schreibt IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt für die Börsen-Zeitung.

Der Sommer brachte kaum Bewegung auf den internationalen Metallmärkten. Wie auch schon im Vormonat blieb das Preisniveau praktisch konstant, Sowohl die in Dollar notierten Metallpreise wie auch der Dollar-Kurs haben sich im August nur geringfügig verändert. Damit sind auch die Einkaufskosten deutscher Metallverarbeiter weiterhin konstant. 

Der Industriemetallpreisindex (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft misst monatlich die Entwicklung der wichtigsten Importmetalle aus Sicht der deutschen Industrie. Im August ist der Index um 0,6 % oder 3,3 Punkte auf 568,8 Punkte angestiegen. Damit wurde der ebenso große Rückgang im Vormonat exakt neutralisiert und das Juli-Niveau wieder erreicht. Schon davon war der Indexwert nur leicht gesunken, sodass die Metallpreise in Euro-Rechnung seit Mai praktisch kontant sind und sich über den Sommer kaum bewegt haben.

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Auf den internationalen Metallmärkten gab es kaum größere Veränderungen. Nur Eisenerz und Blei veränderten sich etwas deutlicher: Eisenerz legte um 2,5 % im Monatsvergleich zu, während Blei 2,3 % nachgab. Geringe Rückgänge gab es mit 1,0 beziehungsweise 0,3 % auch bei den Indexschwergewichten Kupfer und Aluminium sowie mit 0,6 % bei Nickel. Aufwärts gingen die Preise hingegen bei Zinn (1,0 %) und Zink (0,7 %) sowie den Edelmetallen. Auch die Edelmetalle legten zu. Gold notierte in Dollar gerechnet um 0,8 % höher und erreichte erneut ein neues Rekordniveau. Silber legte mit etwa 1,3 % noch etwas deutlicher zu. 

Während die Entwicklung des Dollar-Euro-Wechselkurses in den Vormonaten den Preisrückgang auf Euro-Basis verursacht hatte, wirkte er nun in die umgekehrte Richtung. Ohne die geringfügige Aufwertung des Dollar im August wäre der IMP-Index statt um 0,6 % nur um 0,2 % angestiegen. Aber unter dem Strich steht auch hier Stabilität im August. 

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