Kein Wunder, denn Deutschland galt in den 2000ern und noch zu Beginn der 2010er-Jahre als „fertig gebaut". Die demografischen Prognosen, die konjunkturelle Lage und die damit verbun­denen hohen Arbeitslosenzahlen wirkten sich entsprechend negativ auf die Nachfrage nach Wohnraum aus. Doch damit war im Laufe der 2010er-Jahre Schluss. Schnell war vergessen, dass Deutschland vor nicht allzu langer Zeit als „kranker Mann Europas" gegolten hatte. 

Die Konjunktur brummte und die Zahl der Erwerbstätigen erreichte Jahr um Jahr histori­sche Höchststände, die Arbeitslosenquote verzeichnete im Jahr 2019 ihren niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Mit dem allgemeinen wirtschaftlichen Auf­schwung einherging ebenfalls ein Boom am Markt für Wohnimmobilien. Insbesondere die Großstädte und Ballungsgebiete mit ihren Universitäten, ausgedehnten und stetig wachsenden Dienstleistungssektoren sowie breiten kulturellen Angeboten zogen Men­schen von nah und fern an. Damit verbunden war ein deutlicher Anstieg der Angebotsprei­se in den Großstädten - dies galt sowohl für die Mieten als auch die Kaufpreise. Der akute Wohnungsmangel und die damit verbundenen öffentlichen Debatten veranlassten meh­rere Politiker dazu, Wohnen als „neue soziale Frage" zu deklarieren. Aber auch in den um­liegenden Gemeinden der Großstädte ist die Nachfrage nach Wohnraum und vor allem Wohneigentum groß - möglich machen es historisch niedrige Zinsen für Baudarlehen. 

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