Die deutsche Wirtschaft tritt auf der Stelle. Die Industrie steckt im Rückwärtsgang fest. Alle Hoffnungen auf eine baldige Wende haben sich zuletzt wieder verflüchtigt. Noch kann die Bauwirtschaft, unterstützt vom milden Winter, kräftig dagegenhalten. Die Konsumtätigkeit ist ebenfalls noch robust, wenngleich die Beschäftigungssorgen der privaten Haushalte mehr und mehr auf die Konsumlaune drücken.

Die Industrie leidet aber unter der schwächer expandierenden Weltwirtschaft und vor allem unter der nur noch moderaten globalen Investitionstätigkeit. Die Handelsstreitigkeiten der USA mit China und Europa belasten nicht nur den Handel, sondern auch die Wertschöpfungsketten und den Technologietransfer.

Zwar hat das Aussetzen mancher Strafzölle zwischen den USA und China das Klima etwas entgiftet. Wie angespannt der internationale Umgang jedoch weiterhin ist, zeigt sich anhand der Sanktionsdrohungen der Amerikaner gegen deutsche Unternehmen im Zusammenhang mit der Gaspipeline Nord Stream 2. Die globale Investitionsflaute resultiert auch aus der Schwäche vieler Schwellenländer, ausgelöst durch geopolitische Spannungen sowie interne soziale Probleme. Der Brexit ist vollzogen, aber immer noch ohne politischen und ökonomischen Rahmen. Und nun kommt auch noch das Coronavirus dazu.

Die IW-Konjunkturampel signalisiert schon seit geraumer Zeit eine nachlassende Schlagzahl der chinesischen Wirtschaft. Die Volksrepublik legte gemessen an unseren Maßstäben bislang noch kräftig zu. Die hohen Zuwachsraten sind aber nach den kräftigen Aufholprozessen bei der Infrastruktur vorbei.