Einzelhandel, Gastgewerbe und Kulturwirtschaft durchleben um ein weiteres Mal einen Stillstand. 
Für die deutsche Industrie veranschaulicht die aktuelle IW-Konjunkturampel, dass sie auf Basis der vorliegenden Wirtschaftsinformationen bislang auf eine gute Erholung nach den starken Einbrüchen im Frühjahr 2020 zurückblicken kann. Zum Jahresende 2020 lag die Industrieproduktion noch um gut 4 Prozent unter dem Jahresdurchschnitt 2019. Gegenüber 2018 klaffte aber immer noch eine Produktionslücke von 8 Prozent.
Im Vergleich mit den von Schließungen und Zurückhaltung der Kunden stark betroffenen Dienstleistungsbereichen liefert die Industrie insgesamt ein relativ robustes Bild. Innerhalb der Industrie gab es hinsichtlich der Fallhöhe im letzten Frühjahr und der bislang erfolgten Erholung jedoch eine merkliche Ausdifferenzierung: Am wenigsten stark wurden die industriellen Hersteller von Konsumgütern getroffen. Im April unterschritten sie ihr Vorjahresniveau um 13 Prozent. Seit Juni 2020 lag die Produktionslücke zum Jahresniveau 2019 konstant bei rund 4,5 Prozent – im Dezember 2020 bei nur noch knapp 3 Prozent. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern brach die Produktion im April 2020 um18 Prozent ge-genüber 2019 ein. Ab Juni 2020 zeigte sich hier eine schnurgerade Erholung und zum Jahresende 2020 wurde das Jahresniveau 2019 um 2 Prozent übertroffen. Die Produktion von Investitionsgütern – zu denen auch die Automobilproduktion zählt – lag im April 2020 um 45 Prozent unter dem Jahresdurchschnitt 2019. Bis zum Oktober 2020 konnte die Produktionslücke wieder auf knapp 10 Prozent geschlossen werden – seitdem stockt jedoch der Aufholprozess und die Lücke verharrt.