Das Wachstumstempo hat im Verlauf des Jahres 2018 merklich nachgelassen. Im dritten Quartal schrumpfte die deutsche Wirtschaft sogar. Hauptgrund waren die Zulassungsverzögerungen im Automobilbereich. Die moderate Gangart wird im neuen Jahr anhalten.

Eine Entschleunigung signalisieren eine Reihe von Indikatoren der IW-Konjunkturampel schon seit der Jahreswende 2017/2018 Die Auftragseingänge der deutschen Industrie sind tendenziell rückläufig. Vor allem die Auslandsbestellungen gingen bislang kräftig zurück, die Order aus dem Inland stagnieren. Der Einkaufsmanagerindex war im bisherigen Jahresverlauf durchgehend auf dem Sinkflug und lag zuletzt nur noch knapp über der Expansionsschwelle.

Dieses moderate Konjunkturbild wird von der Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) vom Herbst 2018 untermauert. Demnach gehen knapp 39 % der mehr als 2250 befragten Unternehmen davon aus, dass ihre Produktion im kommenden Jahr höher ausfallen wird als in diesem Jahr. Dagegen erwarten gut 14 % einen Rückgang. Der Anteil der Optimisten dominiert noch die Pessimisten, die Wirtschaft signalisiert aber gedämpften Mut. Im Vergleich zur Frühjahrsumfrage des IW ist der Anteil der Optimisten um 13 Prozentpunkte zurückgegangen, der Anteil der Pessimisten stieg um sechs Prozentpunkte. Der Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen ist nach wie vor deutlich im Plus. Er liegt jedoch erheblich niedriger als im Frühjahr 2018 und rangiert auf dem Niveau von früheren Jahren mit schwachem Wachstum.