Die Einkommensteuer ist bezogen auf die Höhe des Steueraufkommens die wichtigste Steuerart in Deutschland. Im Jahr 2017 erreichte das Einkommensteueraufkommen ein Volumen von über 283 Milliarden Euro, was 38,6 Prozent der gesamtstaatlichen Steuereinnahmen ausmachte. Hinzu kommt der Solidaritätszuschlag, der als Aufschlag auf die Einkommensteuerzahlung in Höhe von 5,5 Prozent erhoben wird.

Die Einkommensteuer folgt einem progressiven Tarifverlauf, d.h. der Steuersatz auf einen zusätzlichen Euro Einkommen steigt mit der Höhe des Einkommens. Dies führt insgesamt zu einer steigenden durchschnittlichen Steuerbelastung für höhere Einkommen. Damit ist die Einkommensteuer das wichtigste Instrument zur Umverteilung, denn: Je höher das Einkommen, desto höher der Steuersatz und desto größer der Anteil am Einkommensteueraufkommen. So trägt das reichste Zehntel der Bevölkerung mehr als 50 Prozent der Einkommensteuer. So zahlen 2,3 Prozent aller steuerpflichtigen Personen mehr als 25.000 Euro im Jahr und tragen damit insgesamt rund ein Viertel zu den Einnahmen aus der Einkommensteuer bei. Das zugehörige Bruttoeinkommen dieser Gruppe beginnt für eine sozialversicherungspflichtig beschäftigte Person, ledig und ohne Kinder, bei etwa 88.500 Euro im Jahr.

20 Millionen Erwachsene zahlen keine Einkommensteuer, weil sie zu wenig verdienen oder steuerfreie Einkünfte beziehen. Mit über sieben Millionen sind Rentner die größte Gruppe. Aber auch Auszubildende, Studenten, geringfügig Beschäftigte und Arbeitslose leisten keinen Beitrag zur Einkommensteuer. Insgesamt zahlen rund 30 Prozent der Erwachsenen keine Einkommensteuer.

Mit der Grafik können Sie herausfinden, wo Sie mit Ihrer Einkommenssteuer stehen: Welcher Anteil der Bevölkerung zahlt mehr als Sie, welcher weniger? Zugleich sehen Sie, welchen Beitrag „Ihre“ Einkommensteuergruppe, also die Steuerzahler mit einer Einkommenssteuer so hoch wie die Ihrige, zur Gesamtsteuerlast leisten (rechte Seite der Grafik). Der Anteil bezieht sich auf die Gesamtzahl der Erwachsenen von knapp 70 Millionen.