Für deutsche Verarbeiter von Metallen hat sich im Frühherbst sogar eine kleine Kostensenkung ergeben. Der Industriemetallpreis- Index (IMP-Index), der monatlich vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln veröffentlicht wird, ist im vergangenen Monat um 2,9 Punkte oder 0,7% auf 403,2 Zähler gefallen. Damit bleibt der Index, der die Kostenentwicklung der wichtigsten Importmetalle auf Euro- Basis abbildet, zum dritten Mal in Folge über der Marke von 400 Punkten.

Da das Euro-Dollar-Austauschverhältnis sich im Oktober kaum verändert hat, kam die Entlastung ausschließlich über die internationalen Metallmärkte. Der Wechselkurs hat die Verringerung der Metallkosten sogar etwas abgebremst, die sonst bei 0,9% gelegen hätte. Der Rückgang des IMP-Index wurde von vier Metallen getrieben. Blei ist um 5% billiger geworden; innerhalb eines Jahres summiert sich die Entlastung für Metallkunden auf fast ein Viertel (23,7 %). Abwärts ging es um 3,1% auch mit Eisenerz, das über die letzten zwölf Monate allerdings um 27% teurer geworden ist.