Im Dezember lag der Industriemetallpreis-Index des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW Köln) bei 326,4 Punkten; das ist ein Verlust von 3,9 Zählern oder 1,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Jahreshoch im Juni, als der IMP-Index 352,3 Punkte erreicht hatte, ist das ein Minus von 7,4 Prozent.

Mit dem IMP-Index wird monatlich die Preisentwicklung der wichtigsten Importmetalle nach Deutschland bemessen, wobei sowohl die internationalen Metallmarktpreise als auch der Euro-Dollar-Wechselkurs berücksichtigt werden. Damit wird die Preisentwicklung der Rohstoffe aus Perspektive der deutschen Weiterverarbeiter der Metalle eingenommen, die ihr Geschäft in Euro abrechnen.

Im Gesamtjahr 2018 ist der IMP-Index um 6,1 Prozent oder 21,3 Punkte zurückgegangen. Das erste Halbjahr war von einem leichten Rückgang im ersten und einem deutlichen Anstieg im zweiten Quartal geprägt. Ohne die spürbare Abwertung des Euro im Vergleich zum Dollar wäre der Rückgang des Metallpreisniveaus 2018 sogar doppelt so groß gewesen. Mit dem Wechselkurs von Januar 2018 hätte der Index im Dezember um 12,4 Prozent unter dem Januarwert gelegen. Im Dezember spielte die Wechselkursentwicklung hingegen kaum eine Rolle.

Jahresverlierer Blei und Nickel

Besonders deutlich ist der Rückgang der Euro-Preise seit Januar vorigen Jahres bei Blei und Nickel, die jeweils gut 18 Prozent verloren haben. Nickel wird fast ein Zehntel niedriger bewertet, Silber und Kupfer jeweils beinahe 8 Prozent und das Index-Schwergewicht Aluminium immerhin knapp 7 Prozent. Auch Eisenerz ist für europäische Verarbeiter heute billiger als vor Jahresfrist - um fast 3 Prozent. Kaum verändert hat sich übers Jahr der Preis für Zinn. Zugelegt hat im Jahresverlauf lediglich Gold, wenn auch nur um weniger als 1 Prozent.