Verglichen mit den Vormonaten hat sich der Anstieg jedoch wieder verlangsamt. Der Industriemetallpreisindex (IMP-Index), mit dem das Institut der deutschen Wirtschaft monatlich das Preisniveau der wichtigsten Importmetalle misst, hat sich im September um 3,8 Punkte oder 0,9 % auf 406,1 Punkte erhöht. Damit stabilisiert er sich über der
400-Punkte-Marke auf dem höchsten Niveau seit März 2012. Der Index wird auf Basis der internationalen Metallpreise in Euro gebildet und spiegelt so die Einkaufskosten der
deutschen Metallverarbeiter wider. Für sie ist neben den internationalen Metallmärkten auch der Euro-Dollar-Wechselkurs bedeutsam. Die leichte Abwertung des Euro gegenüber der US-Währung hat den Import tendenziell verteuert und damit das Preisniveau für Metalle weiter erhöht. Ohne diesen Effekt wäre das Preisniveau nur um 0,6 % angestiegen. Zwei Drittel der Kostensteigerung gehen damit auf die Entwicklungen auf den Metallmärkten zurück, ein Drittel auf den Devisenmarkt. Die Preisentwicklungen der einzelnen Metalle zeichnen ein gemischtes Bild. Auch wenn das Gesamtniveau leicht gestiegen ist, gab es Zuwächse und Kursverluste bei den gehandelten Rohstoffen. Verantwortlich für den Anstieg des IMP-Index waren im September vor allem Kupfer mit einem Anstieg von 3,5 % auf Euro-Basis sowie Eisenerz, das
2,5 % teurer geworden ist.