Im Oktober lag der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index), der jeden Monat vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln auf Basis internationaler Marktdaten berechnet wird, bei 331,0 Punkten. Das sind 13,3 Zähler oder 4,2 Prozent mehr als im September. Der Index ist damit so kräftig angestiegen wie zuletzt im August 2017. Zum größeren Teil ist der Zuwachs im Oktober auf veränderte Preise auf den Weltmetallmärkten zurückzuführen, zum kleineren Teil auf Wechselkursveränderungen. Die Jüngste Abwertung des Euro im Vergleich zum Dollar von September auf Oktober um 1,8 US-Cent hat Importe leicht verteuert. Ohne diese Bewegung wäre der IMP-Index lediglich um 2,6 Prozent auf 326 Punkte geklettert.

Der IMP-Index umfasst die für Deutschland wichtigsten Importmetalle und notiert die Kurse in Euro, um so die Perspektive der metallverarbeitenden Unternehmen abzubilden, die selber in Euro kalkulieren müssen und so neben dem Marktpreisrisiko auch das Wechselkursrisiko zu tragen haben.

Auf den globalen Metallmärkten ist vor allem Eisenerz deutlich teurer geworden. In Dollar waren im Oktober 7,3 Prozent mehr zu zahlen als im Monat davor; in Euro lag das Plus zum September sogar bei fast 9 Prozent. Mit 9,8 Prozent (auf Dollar-Basis) ist nur Zink noch stärker gestiegen; allerdings hat das Buntmetall einen sehr viel geringeres Gewicht im IMP-Index als Eisenerz. Höhere Dollar-Notierungen gab es auch bei Kupfer (+ 3 Prozent), Silber (+ 2 Prozent) sowie Gold und Zinn (jeweils +1 Prozent). Aluminium ist das einzige Indexschwergewicht, dessen Preis nahezu stabil geblieben ist. Gegen den Trend gaben die Notierungen von Blei und Nickel jeweils um fast 2 Prozent nach.