Seit dem Februar des vergangenen Jahres bewegt sich der Industriemetallpreisindex (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft in einem recht engen Band zwischen 350 und 370 Punkten. Der monatliche Index bildet die Kostenposition der Metallverarbeiter in Deutschland und basiert auf den in Euro bewerteten Weltmarktpreisen der wichtigsten Metalle. Auch im Zehn-Jahres-Vergleich war 2019 nicht auffällig und bewegt sich im Mittelfeld zwischen den Höchst- und Tiefwerten der letzten Jahre. Das Dekaden- Minimum lag im Januar 2016 bei 260,4 Punkten, der Höchstwert im Februar 2011 bei 447,6 Punkten. Einen Sprung machten die Metallpreise in den ersten Monaten. Zwischen Januar und Februar stieg der IMP-Index um über 20 Punkte auf 251 Punkte an, was allein mehr als die Hälfte des Jahresplus ausgemacht hat. Damit wurde der Preisrückgang aus dem Sommer 2018 wieder ausgeglichen und eine Phase günstigerer Metalle beendet. Im weiteren Verlauf brachte das Jahr eine Seitwärtsbewegung, die durch spürbare, aber immer schnell wieder ausgeglichene Veränderungen rund um die 360-Punkte-Marke mit nur leicht steigender Tendenz charakterisiert war.

Gold und Silber glänzen

Während der IMP-Index im Vorjahresvergleich um 11,3% angestiegen ist, gab es bei den einzelnen Metallen deutliche Unterschiede. Spitzenreiter war Eisenerz, das sich auf Euro-Basis innerhalb eines Jahres um 37,3% verteuerte. Auch bei Nickel (+30,7 %) kam es zu erheblichen Aufschlägen, ebenso bei den Edelmetallen Gold (+21,2 %) und Silber (+18,8 %). Bei den Edelmetallen dürften die gestiegenen internationalen Unsicherheiten und die davon ausgelöste Nachfrage nach sicheren Anlagen eine wichtige Rolle gespielt haben. Unterdurchschnittlich hat sich lediglich Kupfer verteuert, für das in Euro gerechnet heute 2,5%mehr ausgegeben werden müssen als vor einem Jahr. Auf der anderen Seite gab es Metalle mit erheblichen Preisrückgängen. So kostet Zink heute 11,0% und Zinn 8,8% weniger als Ende 2018. Auch Aluminium (-5,5 %) und Blei (-1,3 %) sind etwas günstiger geworden. Auch unterjährig gab es bei einigen Metallen erhebliche Schwankungen. So lag der Höchstpreis der letzten zwölf Monate sowohl bei Eisenerz als auch bei Nickel rund 60% über der geringsten Notierung. Besonders stabil war am anderen Ende der Skala das wirtschaftlich wichtige Kupfer. Hier lagen Höchst- und Niedrigstpreis lediglich 6% auseinander.