Jetzt die Löhne erhöhen? Image
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Er empfahl den Tarifparteien als Orientierungsmarke lediglich das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank von knapp zwei Prozent plus den mittelfristigen gesamtwirtschaftlichen Produktivitätszuwachs – also einen Lohnerhöhungsspielraum von rund drei Prozent. Das ist die übliche Formel, um eine prozyklische Lohnpolitik zu verhindern.

Die gilt auch bei den derzeit niedrigeren Inflationsraten. In Deutschland besteht dennoch keine Deflationsgefahr, die Inflationsrate lag seit 2013 bei durchschnittlich 1,3 Prozent und im aktuellen Jahr bisher bei 0,9 Prozent. Die langfristigen Inflationserwartungen liegen aber weiterhin stabil bei der Zielinflation der Europäischen Zentralbank. Adhoc-Empfehlungen sind deshalb nicht gerechtfertigt.

Zudem können zu hohe Lohnforderungen auch die Unterbeschäftigung in unserem Land zementieren. Aktuell gibt es immer noch 2,8 Millionen Arbeitslose, darunter 800.000 Empfänger von Arbeitslosengeld I, denen starke Lohnerhöhungen den Wiedereintritt in den Arbeitsmarkt massiv erschweren würden. Deshalb gibt es weiter gute Gründe für eine beschäftigungsorientierte Lohnpolitik, nämlich zusätzliche Arbeitsplätze.

Zum Gastbeitrag in der Deutschen Handwerks Zeitung

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20. November 2017

Interview mit Michael Sket „Wir können uns in der Eurozone noch nicht zurücklehnen“Arrow

Als es galt, die europäischen Krisenstaaten vor der Pleite und die Währungsunion vor dem Zerfall zu bewahren, stabilisierte Michael Sket, inzwischen Wirtschaftsanalyst für Italien, Malta und Polen bei der EU-Kommission, zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen den Staatenverbund mit dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). Im iwd-Interview spricht Sket über Griechenland, das Verhältnis der Deutschen zu den Italienern und die Rolle des Internationalen Währungsfonds. mehr auf iwd.de

Arndt Kirchhoff im Kölner Stadt-Anzeiger
Interview, 20. November 2017

Arndt Kirchhoff im Kölner Stadt-Anzeiger „Dreht uns nicht den Saft ab” Arrow

Arndt Kirchhoff, IW-Präsident und Chef des Autozulieferers Kirchhoff, äußert sich im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger über Energie, notwendige Investitionen in die Infrastruktur des Landes und den Tarifstreit. mehr

Zinswende: Bloß nicht zu schnell
Gastbeitrag, 5. November 2017

Markus Demary und Michael Voigtländer in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung Zinswende: Bloß nicht zu schnellArrow

Die geringen Zinsen fördern die Staatsverschuldung, sie belasten Versicherungen und deren Kunden, erschweren die Altersvorsorge und können zu Spekulationsblasen führen. Auf Dauer muss die EZB daher den Leitzins erhöhen, schreiben die IW-Ökonomen Markus Demary und Michael Voigtländer in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Aber die Wende sollte behutsam geschehen – sonst drohen enorme Risiken. mehr