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Quelle: Petra Dufkova / BILD-Zeitung

Der erste Eindruck zählt. Das gilt im Privaten, aber auch für eine neue Regierung. Die Botschaften geben die Richtung vor und wecken Erwartungen. Die Bundeskanzlerin hat in ihrer Regierungserklärung davon gesprochen, Grundlagen für „ein gutes Leben“ in Deutschland zu schaffen.

Dem kann erst mal jeder zustimmen. Doch, was heißt das? Offenkundig weniger arbeiten!

Die Lebensarbeitszeit kann wieder kürzer werden, wie die Rente mit 63 ohne Abschläge verspricht. Die Botschaft ist eindeutig: Weniger arbeiten, obwohl die Lebenserwartung so hoch ist wie nie zuvor und weiter ansteigt. Gleichzeitig altert die Gesellschaft auch deshalb, weil wir seit 40 Jahren eine sehr niedrige Geburtenrate haben. Schon heute fehlen Fachkräfte in technischen Berufen, in der Pflege.

Ausgerechnet die geburtenstarken Jahrgänge erhalten nun die Möglichkeit, ohne Einbußen früher auszusteigen. Und alle anderen müssen das finanzieren. Wo bleibt da die Gerechtigkeit?

Wenn wir weniger arbeiten, wird es nichts mit dem Versprechen auf ein „gutes Leben“. Denn erst Arbeit schafft Wohlstand. Es sei denn, man glaubt an Wunder, diesmal an das Wunder der Produktivität. Doch technischer Fortschritt fällt nicht vom Himmel, vor allem bedeutet er: höhere Anforderungen bei der Arbeit. Dort, wo Technik kaum hilft, wie bei der Pflege, bedeutet das Arbeitsverdichtung. Stress und Burn-out werden zunehmen.

Wir leben nicht nur länger als alle Generationen vor uns, wir sind auch gesünder und gebildeter. Warum also nehmen wir uns dann nicht mehr Zeit für die Arbeit?

Unternehmen und Sozialpartner werden wie bisher passende Lösungen für jene finden, die aufgrund körperlicher Belastung so lange nicht mittun können. Jedenfalls gibt es keinen Grund dafür, dass die Politik das Altern und damit die Älteren zum Problem erklärt. Die Rente mit 63 geht daher völlig vorbei an der Lebenswirklichkeit.

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Be careful with benchmarking in pension policy
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The Eurogroup will look into the possibility of introducing benchmarking in pension policy. Most European pension systems face a similar demographic challenge. Yet, they differ in many aspects. If this is not taken into account, a benchmarking process is likely to fail its purpose. mehr

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Die Agenda 2010 verbinden heute viele Menschen hauptsächlich mit „Hartz IV“. Dabei hat die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder ab dem Jahr 2003 nicht nur auf dem Arbeitsmarkt Reformen angestoßen. Auch in der Rentenversicherung gab es zahlreiche Neuerungen, von denen das IW Köln die wichtigsten auflistet und bewertet hat. mehr auf iwd.de

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IW policy paper, 14. März 2017

Jochen Pimpertz Kosten der schwarz-roten Rentenpolitik – eine HeuristikArrow

Die Bundestagswahl 2017 wirft ihre Schatten voraus. Das kommt auch in den unterschiedlichen Argumenten zur gesetzlichen Rentenversicherung zum Ausdruck, die die Vertreter der verschiedenen Parteien und Interessengruppen derzeit in den Medien vortragen. Jochen Pimpertz hat drei aktuelle Fragen zur schwarz-roten Rentenpolitik aufgegriffen. mehr