Was wir vom Silicon Valley lernen müssen Image
Quelle: forcdan Fotolia

Vizekanzler Sigmar Gabriel hat in New York eine neue Start-up-Schmiede eröffnet.

Wie schon in San Francisco sollen junge deutsche Firmen aus dem IT-Bereich so Zugang zum US-Markt finden, neue Investoren finden.

Eine gute Sache. Doch: Auch so wird Deutschland nicht zu einem zweiten Sillicon Valley, wo all die großen US-Internetfirmen wie Microsoft oder Google aus kleinsten Anfängen zur globalen Dominanz gefunden haben.

Eine Ursache dafür ist der Mangel an Mut und Risiko bei uns. Denn: Der Erfolg einer Firmengründung hängt nicht nur an wichtigen Rahmenbedingungen wie guten Universitäten, erfahrenen Unternehmen oder klugen Kapitalgebern. Letztlich geht es um die Haltung, Unternehmensgründungen und Wagnisse einzugehen. Und die spiegelt die Kultur eines Landes wider.

In San Francisco ging alles mit dem Goldrausch 1848 los. Diese Mentalität wirkt nach, heute schürft man nach Gold im Internet.

In Deutschland steht dagegen die Erfahrung, dass man mit einer soliden industriellen Basis zu Arbeit und Wohlstand kommen kann. Geforscht wird in bestehenden Unternehmen.

Und: Bei uns werden Veränderungen als Bedrohung, nicht als Chance gesehen. Die Bundesregierung kultiviert das durch alltägliche Bevormundung, von der Sozialpolitik bis zum Verbraucherschutz.

Nicht zufällig aber heißt es im Siegel der Universität Stanford im Silicon Valley – und zwar auf Deutsch: „Die Luft der Freiheit weht.“

Michael Hüther Quelle: Petra Dufkova / BILD-Zeitung
Michael Hüther Quelle: Petra Dufkova / BILD-Zeitung

Zum Gastbeitrag auf bild.de

Ansprechpartner

Hochschulen
Pressemitteilung, 21. September 2017

Christiane Konegen-Grenier Hochschulen: In der Lehre nur befriedigendArrow

Deutsche Hochschulen forschen auf Weltniveau und sind international stark vernetzt – doch in der Lehre hinken sie hinterher. Das zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer neuen Studie. Bund und Länder müssen sich stärker vernetzen, um die Digitalisierung nicht zu verpassen. mehr

20. September 2017

Carsten Ruge Mehr Wirtschaft wagenArrow

Egal, welche Parteien nach der Bundestagswahl am 24. September die neue Regierung stellen, es wartet eine ganze Reihe Aufgaben auf sie. Die M+E-Industrie erhofft sich vor allem Maßnahmen, die den Wirtschaftsstandort Deutschland attraktiv halten. Dazu haben die Arbeitgeberverbände ein Positionspapier formuliert. mehr auf iwd.de