Die Spaltung von E.on wird Jobs kosten Image
Quelle: pioregur Fotolia

Worauf man sich einlässt, wenn man sich auf die Politik verlässt, war jüngst zu beobachten: An einem Tag kanzelt Energieminister Gabriel Aktivisten von Greenpeace ab, weil sie den vollständigen Ausstieg aus der Kohlekraft fordern. Am anderen Tag setzt er selbst die Axt an diese Art der Energieproduktion, indem er neue Obergrenzen für deren CO2-Ausstoß verkündet.

Doch wie soll effizient und umweltverträglich Strom aus konventionellen Quellen produziert werden, wenn sich diese Produktion finanziell immer weniger lohnt?

Die Aufspaltung E.ons mag einzelwirtschaftlich klug sein, gesamtwirtschaftlich ist sie zweifelhaft. Denn es ist äußerst fraglich, ob die deutsche Energiewende mit Blick auf internationale Wettbewerbsfähigkeit ein Erfolgsmodell ist. Kein Land macht unsere Energiewende bislang nach ...

E.ons Entscheidung ist auf mittlere Sicht auch keine gute Nachricht für die betroffenen 20 000 Beschäftigten. Es droht Jobabbau. Denn: Seit Beginn des beschleunigten Atomausstiegs 2011 hat E.on schon 11 000 Stellen abgebaut. Dass die Energiewende netto Arbeitsplätze schafft, glaubt nicht mal der Weihnachtsmann.

Michael Hüther Quelle: Petra Dufkova / BILD-Zeitung
Michael Hüther Quelle: Petra Dufkova / BILD-Zeitung

Zum Gastbeitrag auf bild.de

Ansprechpartner

CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in Europa – ein Kompendium
Gutachten, 9. August 2017

Thomas Puls CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in EuropaArrow

Der Verkehrssektor steht bei der Dekarbonisierung vor besonderen Herausforderungen, denn der Bedarf an Mobilität von Personen und Gütern nimmt global rasant zu, vor allem in den aufstrebenden Schwellenländern. Aufgrund seiner Schlüsselstellung für die Mobilität wird die künftige Kohlendioxid-Regulierung von Pkw und Lkw eine gewichtige Rolle für die Klimapolitik spielen. mehr

7. August 2017

Benjamin Tischler Seltene Erden: Auf der Suche nach AlternativenArrow

Für Branchen wie die Hersteller von Windkraftanlagen sind Seltene Erden ein wichtiger Rohstoff. Weltweit größter Produzent der begehrten Metalle ist China. Als das Land 2010 Exportquoten ankündigte, schossen die Preise kurzzeitig in astronomische Höhen. Im Rückblick betrachtet war diese Preis-Rallye ein wichtiger Weckruf. mehr auf iwd.de

20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de