Image
Thomas Piketty Quelle: Sue Gardner – Wikimedia

Thomas Piketty bewirbt eine andere Wirtschaftswissenschaft – eine, die sich der historischen Zeit wieder umfassend öffnet. Er trifft damit jene Kritik, die jüngst ein Studierenden-Bündnis aus 19 Ländern für eine „Plurale Ökonomik“ formuliert hat. Die Forschung, früh im Studium Wirtschafts- und Theoriegeschichte zu thematisieren, ist völlig berechtigt.

Aber: Piketty entfaltet für die letzten 200 Jahre verteilungspolitische Befunde mit begrenztem Informationsgehalt. Die von ihm bemühte Lohnquote ist kein geeigneter Indikator. Diese hatte hierzulande ihren Höchstwert in der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre, also bei Massenarbeitslosigkeit. Sie liefert keine Aussage über die eigentlich relevante personelle Einkommensverteilung und über die Einkommensentwicklung der Arbeitnehmerhaushalte, da sie Einkünfte aus Ersparnis und Vermietung ausblendet. So ist sein Rat einer progressiven Steuer auf Kapital ein Irrlicht, zumal er die Wirkungen auf Unternehmertum und Risikobereitschaft ignoriert.

Zu einem Artikel über Thomas Piketty auf faz.net

Ansprechpartner

10. August 2017

Judith Niehues Gerechtigkeit – alles eine Frage der WahrnehmungArrow

Diese Daten dürften all jene überraschen, die in Deutschland eine tief gespaltene, unzufriedene und von Abstiegsängsten bedrohte Gesellschaft sehen: Immer mehr Bundesbürger sind mit ihrem Lebensstandard zufrieden und viele ordnen sich in eine höhere gesellschaftliche Schicht ein als vor zehn Jahren. mehr auf iwd.de

„Armut ist nicht in Ordnung – im reichen Land”
Interview, 27. Juli 2017

Michael Hüther und Ulrich Lilie im Magazin Chrismon „Armut ist nicht in Ordnung – im reichen Land”Arrow

Aber wie wird es gerechter, das Land? Im Interview mit dem Evangelischen Magazin Chrismon schlagen der Diakoniechef Ulrich Lilie und der Wirtschaftsforscher Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln unterschiedliche Wege vor. mehr

IW-Report, 4. Juli 2017

Martin Beznoska Vermögen der SelbstständigenArrow

Der Kurzbericht gibt einen Einblick in das beobachtbare Vermögen der Selbstständigen auf Basis der Mikrodaten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) für das Jahr 2012. Insbesondere wird die Vermögensverteilung der Selbstständigen mit der der sozialversicherungspflichtigen Bevölkerung (Arbeitnehmer) verglichen. mehr