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Michael Hüther Quelle: IW Köln

Das deutsche Geschäftsmodell ist gekennzeichnet durch Industriebasierung, Tertiarisierung der Wertschöpfung und Exportorientierung. Das hat Voraussetzungen in der Verfügbarkeit und Qualität des Humankapitals, in einer verlässlich hochwertigen Infrastruktur, was vor allem die Themen Energie und Breitbandnetz angeht, sowie in einem stabilen Finanzsystem, das trotz Strukturwandel und Reregulierung seine Finanzierungsfunktion bewahrt.

Politisch heißt dies erstens, aus der Demografiestrategie eine überzeugende Demografiepolitik zu machen, um die Fachkräfteversorgung zu gewährleisten. Zweitens muss die Energiewende versorgungssicher und zu wettbewerbsfähigen Preisen gelingen; die Kostendynamik des EEG ist zu stoppen; schnelles Internet muss in den Regionen selbstverständlich werden, um einen Standortnachteil zu vermeiden. Drittens darf bei der Regulierung des Finanzsystems dessen volkswirtschaftliche Funktion nicht aus dem Blick geraten, wie es mit den Liquiditätsvorschriften nach Basel III für den langfristigen Unternehmenskredit droht.

Dies alles muss eingebettet sein in eine Finanzpolitik, die auf Konsolidierung setzt, ohne Steuern und Abgaben zu erhöhen, in eine Arbeitsmarktpolitik, die den Arbeitsmarkt offen sowie flexibel hält, und in eine Lohnpolitik, die einen beschäftigungsorientierten und betrieblich differenzierenden Kurs hält.

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Was den Intellektuellen alles zur AfD einfällt
Gastbeitrag, 18. September 2017

Michael Hüther in der Welt Was den Intellektuellen alles zur AfD einfälltArrow

Dieser Wahlkampf inspiriert nicht, er ermüdet, schreibt IW-Direktor Michael Hüther in der Welt. Aus dem Duell der Kanzlerkandidaten wurde wahrnehmungshalber ein Duett – was sich immerhin als zivilisierter und gelegentlich faktenbasierter Umgang positiv würdigen lässt. Erschütternd ist hingegen, wie im Windschatten andere Akteure nahezu leichtfüßig mit unmoralischen Mitteln den politischen Abgrund bespielen. mehr

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While the populist equivalents to the likes of Marine Le Pen’s Front National or Geert Wilder’s Dutch party are much less center-stage in the German elections, the outcome and thus the impact on the EU is still uncertain. However, all the probable coalitions will not overhaul the current German stance on European politics. But proposals to change the governance of the EU Economic and Monetary Union (EMU) are on the agenda of all parties, of course with very different emphasis. mehr

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