Die Weltwirtschaft ist keine Teflonpfanne, an der die neuen Zölle, Zolldrohungen und andere handelsbeschränkende Maßnahmen der USA nicht anhaften. Im Sommer hat sich die Situation in den transatlantischen Handelsbeziehungen zwar zunächst entspannt. Eine weitere Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China ist aber nicht vom Tisch. Die Unberechenbarkeit der US-Administration bleibt ein bedeutendes politisches und ökonomisches Risiko für die Weltkonjunktur.

Die politische Situation in einer Reihe von Schwellenländern wie der Türkei oder Argentinien hat zudem deren wirtschaftliche Perspektiven stark belastet und sie für Krisen anfälliger gemacht. Dies führt auch dazu, dass die Robustheit der Finanzmärkte wieder auf dem Prüfstand steht. Die hohe Staatsverschuldung Italiens und das Agieren der dortigen Regierung können ebenfalls zu einem Wiederaufflammen der Banken- und Staatsschuldenkrise im Euroraum führen. Dazu kommen die Belastungen eines ungeordneten Brexits für die Finanzmärkte.