Angst blockiert Frauen auf dem Weg an die Spitze Image
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Die Zahlen lügen nicht: Frauen bekleiden seltener Führungspositionen als Männer und sind unter den Startup-Gründern deutlich in der Minderheit. Selbst bei gleichen Erfolgsaussichten scheuen sie häufiger risikoreiche Entscheidungen und weisen ein geringeres Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten auf. Für das Erklimmen der Karriereleiter im neuen Jahr sollten also mehr Mut zum Risiko und mehr Selbstvertrauen auf der To-Do Liste vieler Frauen ganz nach oben rücken.

Denn das es daran hapert, zeigten Untersuchungen aus Schweden, Deutschland und den USA. Die Teilnehmer der dort durchgeführten Studien mussten Quiz- und Matheaufgaben lösen, so dass ihre individuellen Fähigkeiten messbar und vergleichbar waren. Anschließend nahmen Frauen und Männer entweder an einem Wettbewerb teil, bei dem derjenige gewann, der die meisten Aufgaben richtig beantwortet hatte. Oder die Versuchsteilnehmer wurden pro gelöster Aufgabe entlohnt. Bei zuletzt genannter Art der Entlohnung verdienten die Teilnehmer jedoch deutlich weniger Geld als der Gewinner des Wettbewerbes. Immer wieder zeigte sich, dass Männer doppelt so häufig den Wettbewerb wählten, wie Frauen und somit in dem Experiment höhere Löhne erzielten, obwohl Frauen genauso gut waren.

Woran liegt es, dass Frauen deutlich öfter Wettbewerbe meiden, auch wenn sie den Aufgaben ebenso gewachsen sind wie ihre männlichen Kollegen? Um diese Frage zu beantworten, lohnt sich ein Blick auf ihre Selbsteinschätzung der eigenen Fähigkeiten. Ergebnis der Studie: Männer überschätzten sich im Durchschnitt deutlich häufiger als Frauen. Da es beim Wettbewerb genau darum geht, besser als die anderen zu sein, gab ihnen ihre optimistische Einschätzung das Selbstvertrauen sich der Konkurrenz im Wettbewerb zu stellen.

Zwar spielt das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten offensichtlich eine wichtige Rolle, gleichzeitig ist aber die Entscheidung, an einem Wettbewerb teilzunehmen, auch von Unsicherheit geprägt. Denn niemand weiß im Vorhinein, wie gut die anderen Bewerber bei einer Stellenausschreibung, einem Sportturnier oder der Einführung eines neuen Produktes auf dem Markt tatsächlich sind. Um herauszufinden, welchen Einfluss die Risikoneigung hat, sollten die Teilnehmer der Studien zwischen fixen und riskanten Auszahlungen wählen. Auch hier fielen den Forschern signifikante Unterschiede zwischen Männern und Frauen auf: Männer waren im Durchschnitt eindeutig risikofreudiger als Frauen.

Risikofreude und Selbstvertrauen spielen auch in der Gründerszene eine entscheidende Rolle - und tatsächlich sind hier Frauen gegenüber Männern in der Minderheit. Beispielsweise sind nur 13 Prozent der Startup-Gründer weiblich. Zwar führt die bei Männern stärker verbreitete hohe Risikofreude oder Selbstüberschätzung auch zu Fehlentscheidungen oder Scheitern. Gerade für Frauen zeigt die Forschung aber, dass ein bisschen mehr davon durchaus hilfreich für die Karriere sein kann.

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Deutsche Unternehmen haben auch an ihren Auslandsstandorten oft damit zu kämpfen, dass es an beruflich qualifizierten Mitarbeitern mangelt. Was die Betriebe dagegen tun können, zeigt das IW Köln am Beispiel von sechs Schwellenländern. mehr auf iwd.de

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