Zum Jahresende 2017 hin hat sich das Niveau der Metallpreise für europäische Importeure kaum verändert. Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index), der monatlich vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) berechnet wird, lag im Dezember mit 341,3 Punkten um lediglich 0,1 Prozent unter dem Wert des Vormonats. Ein Jahr zuvor hatte das Preisbarometer mit 344,9 Zählern nur geringfügig höher gelegen. 2017 ist das in Euro berechnete Niveau der Metallpreise damit um gerade einmal 1 Prozent gefallen. Im IMP-Index werden die Dollar-Notierungen der wichtigsten Importmetalle zusammengefasst und mit dem aktuellen Wechselkurs umgerechnet, um so das Preisniveau aus Sicht der verarbeitenden Industrie in Deutschland abzubilden. Hinter der Stabilität im Dezember und im Jahresvergleich stehen jedoch sehr unterschiedliche Entwicklungen. So hat allein der Wechselkurs im vergangenen Monat dafür gesorgt, dass der IMP-Index nicht anstieg. Ohne die jüngste Euro-Aufwertung wäre das Preisbarometer um 0,7 Prozent geklettert und hätte damit praktisch den Vorjahreswert erreicht. Ohne den deutlichen Wertzuwachs der Gemeinschaftswährung im abgelaufenen Jahr hätte das Preisniveau für die wichtigsten Industriemetalle jedoch mit 383,5 Punkten deutlich höher gelegen und ein Niveau erreicht, das zuletzt im Frühjahr 2013 gemessen wurde.