Die anhaltende Abwertung des Euro im Vergleich zum Dollar hat den Trend zu niedrigeren Rechnungen für Unternehmen, die in Euro rechnen, allerdings gebremst. Nach einem leichten Preisanstieg im Juni sanken die Metallpreise vor allem im Juli wieder deutlich. Im August setzte sich diese Abwärtsentwicklung etwas langsamer fort.

Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index), der nach zweimonatiger Berechnungspause infolge einer Überarbeitung des Datenangebots der Weltbank nun wieder vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ermittelt wurde, ergab, dass das Barometer zwischen Mai und August insgesamt um 24 Punkte auf 322,9 Zähler gefallen ist. Das entspricht einem Rückgang um 6,9 Prozent. Allein im Juli fiel der Index um 7,3 Prozent oder 25,6 Punkte - so stark wie seit Oktober 2011 nicht mehr. Vom Rekordhoch bei 448 Punkten (Februar 2011) ist der IMP-Index inzwischen 28 Prozent zurückgekommen.

Euro bremst Verbilligung

Ohne die Aufwertung des Euro wäre der Rückgang der Metallkosten für Verarbeiter im Inland noch höher ausgefallen. Bei einem stabilen Wechselkurs wäre der IMP-Index, der die Entwicklung der wichtigsten Importmetalle nach Deutschland abbildet, um 9 Prozent gesunken. Aber auch so liegt der Indexwert wieder auf dem Niveau vom Sommer 2017. Der zeitweilige Anstieg auf rund 350 Punkte wurde mit dem Kursrückgang im Juli vollständig ausgeglichen.