Weitere Beruhigung an den Metallmärkten Image

Monat für Monat entspricht dies einem Rückgang von durchschnittlich 0,9 Prozent. Zwischenzeitlich war der Index sogar noch stärker gefallen und lag im vierten Quartal 2012 zeitweise bei nur noch 377,1 Punkten. Ganz so tief lagen die Werte im Juni nicht. Dennoch ist der Abwärtstrend auch jetzt noch intakt. Zuletzt notierte der IMP-Index bei 389,2 Punkten und war damit 6,9 Punkte oder 1,7 Prozent unter dem Wert des Vormonats.

Auch im Juni sind fast alle wesentlichen Metalle auf Dollarbasis günstiger gewesen als im Mai. Lediglich Gold hat sich verteuert, aber auch nur um 0,5 Prozent. Besonders deutlich war der Rückgang bei Blei (-7,9 Prozent), Kupfer (-6,7 Prozent), Aluminium (-5,9 Prozent) und Zinn (-5,6 Prozent). Auch das Indexschwergewicht Eisenerz hat sich verbilligt, im Monatsvergleich jedoch nur um 1,4 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahreswert sind die meisten Industriemetalle um ein Fünftel bis ein Viertel billiger geworden. Nur Gold kostet heute fast 5 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Wie in den Vormonaten auch stellt sich der Preisrückgang auf Dollarbasis deutlicher dar als in Euro. Grund ist die erneute Abwertung des Euro, der im Juni nur noch mit 1,25 Dollar gehandelt wurde, nach 1,28 Dollar im Mai. Wäre der Wechselkurs zuletzt konstant geblieben, wäre der Rückgang des IMP-Index mit 3,8 Prozent im Monatsvergleich mehr als doppelt so deutlich ausgefallen.

Die aktuelle Preisdämpfung darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die international gehandelten Metalle weiterhin auf einem sehr hohen Preisniveau bewegen. Immer noch liegt der Wert rund 8 Prozent über dem Vorkrisenrekord aus dem März 2008 und mehr als doppelt so hoch wie in der Krise im Dezember 2008.

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Geht es nach der britischen Regierung, wird das Vereinigte Königreich mit dem Austritt aus der Europäischen Union auch den Binnenmarkt und die Zollunion verlassen. Das bedeutet, dass der Warenhandel zwischen beiden Wirtschaftsräumen künftig durch nicht-tarifäre Handelshemmnisse, im schlimmsten Fall sogar durch Zölle behindert wird. Dies hat möglicherweise nicht nur Mehrkosten für den Endverbraucher zur Folge. mehr

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Ohne klare Tendenz haben die internationalen Metallmärkte den Monat Juni abgeschlossen, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. Unter dem Strich stand eine leichte Kostenentlastung, die aber praktisch vollständig auf den Euro-Dollar-Wechselkurs zurückzuführen ist. mehr

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Durch flexible Produktionsformen laufen Maschinen immer länger, viele Unternehmen fertigen in Mehrschichtsystemen. Damit Unterbrechungen der Produktion vermieden werden, kommt der M+E-Branche Reparatur und Instandhaltung eine besondere Rolle zu: Die Anlagen werden rund um die Uhr gewartet und, wenn nötig, repariert. mehr auf iwd.de