Industriemetallpreis-Index Image
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Der Index bildet die Euro-Notierungen der wichtigsten Metalle und Erze ab und zeigt somit die Einkaufskosten der metallverarbeitenden Unternehmen in Deutschland. Wie außergewöhnlich die jüngste Entwicklung ist, zeigt der längerfristige Vergleich: Der Rückgang von 6,1 Prozent ist der größte prozentuale Einbruch seit Oktober 2010.

10 Prozent in drei Monaten

Nachdem der IMP-Index zwischen Anfang 2016 und Anfang 2017 deutlich gestiegen war, ist das Preisniveau in den vergangenen drei Monaten um mehr als 10 Prozent gefallen. Mit dem Rückgang von 41,3 Punkten innerhalb eines Quartals verpuffte knapp die Hälfte des Preisanstiegs des letzten Jahres.

Der Rückgang der Metallpreise auf den Dollar-basierten Weltmärkten war im Mai auf breiter Front zu beobachten. Die einzige Ausnahme bildete Zinn mit einem Anstieg um 1,5 Prozent. Am stärksten verbilligte sich erneut Eisenerz: Der Preis für den Grundstoff in der Stahlproduktion ging um 11,1 Prozent zurück und verlor damit im Quartalsvergleich 30 Prozent an Wert. Silber verzeichnete im Vergleich zum Vormonat einen Verlust von 7,1 Prozent. Rund 4 1/2 Prozent ihres Wertes büßten Blei und Nickel ein, bei Kupfer und Gold waren es etwa 1 1/2 Prozent. Zink und das Indexschwergewicht Aluminium büßten mit weniger als 1 Prozent vergleichsweise wenig ein.

Für die deutschen Metalleinkäufer war im Mai die Veränderung des Euro-Dollar-Wechselkurses ebenso wichtig wie die Entwicklung an den Metallmärkten. Ohne die starke Euro-Aufwertung wäre der IMP-Index nicht um 6,1 Prozent, sondern nur um 3,1 Prozent gefallen. Trotz dieses "doppelten" Rückgangs liegt das Preisniveau der Metalle noch auf dem seit längerer Zeit gewohnten hohen Niveau.

Hochs noch in Sichtweite

Vor gut neun Jahren - im März 2008 hatte der IMP-Index ein Zwischenhoch bei 361 Zählern erreicht - endete die "Jahrhundert-Hausse". Auch von Ende 2013 bis Mai 2015 ging es mit dem Index steil bergauf bis auf 330 Punkte. Für die Unternehmen stellt die aktuelle Kursentwicklung dennoch eine spürbare Entlastung dar; noch im Februar lag das Preisbarometer bei 362,5 Punkten.

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