Rückkehr zum Preistrend nach unten Image

Dies war mit 14,2 Punkten der größte Monatsrückgang seit letztem Oktober. Auch das absolute Niveau liegt wieder auf dem Wert vom letzten Herbst. Seit der absoluten Preisspitze im Februar letzten Jahres sind die Metallpreise Monat für Monat im Durchschnitt um knapp 4 Punkte gefallen. Insgesamt bedeutet der Rückgang von gut 15 Prozent eine deutliche Entlastung für die metallverarbeitende Industrie.

Der deutliche Indexrückgang geht im Wesentlichen auf den Preisverfall für Eisenerz zurück. Gegenüber dem Vormonat ist Eisenerz auf Dollar-Basis um fast 16 Prozent billiger geworden. Heute muss für eine Tonne Eisenerz fast 40 Prozent weniger gezahlt werden als vor einem Jahr. Die beiden für den IMP-Index wichtigsten Metalle Kupfer und Aluminium sind im Monatsvergleich mit Rückgängen von 0,9 beziehungsweise 1,7 Prozent vergleichsweise stabil geblieben. Aber auch hier gab es im Jahresvergleich eine Entlastung um 16,5 beziehungsweise 22,5 Prozent. Während sich im Preisrückgang der meisten Metalle die verschlechterten konjunkturellen Aussichten niederschlagen, haben die vermeintlich sicheren Anlagen an Wert gewonnen. Zugelegt hat im August der Krisengewinner Gold, das zuletzt 2,5 Prozent teurer wurde und heute gerad einmal 7 Prozent billiger ist als vor einem Jahr.

Der Preisrückgang auf Dollar-Basis wurde im August im Gegensatz zu den letzten Monaten nicht durch einen schwächeren Euro-Wechsel gebremst. Nach einem schrittweisen Rückgang des Euro-Kurses seit Februar ist er im August erstmals wieder gestiegen. Statt 1,2288 Dollar wurde zuletzt im Monatsdurchschnitt wieder 1,2400 Dollar je Euro gezahlt. Damit profitieren deutsche Metallverarbeiter von den Preissenkungen auf den Weltmärkten und von einem besseren Wechselkurs. Ohne die Unterstützung des Devisenmarktes wäre der IMP-Index statt um 3,6 Prozent nur um 2,7 Prozent gefallen. Die Unsicherheiten der Euro-Krise machen vor den Metallkosten nicht halt.

Ansprechpartner

23. Juni 2017

Klaus-Heiner Röhl Rund um die Uhr bereitArrow

Durch flexible Produktionsformen laufen Maschinen immer länger, viele Unternehmen fertigen in Mehrschichtsystemen. Damit Unterbrechungen der Produktion vermieden werden, kommt der M+E-Branche Reparatur und Instandhaltung eine besondere Rolle zu: Die Anlagen werden rund um die Uhr gewartet und, wenn nötig, repariert. mehr auf iwd.de

14. Juni 2017

Christian Rusche Produktionstechnik: Die Welt druckt 3-D Arrow

Ob Flugzeugturbinen, Schuhe, Prothesen oder Fruchtgummi: Die Einsatzmöglichkeiten für 3-D-Drucker kennen kaum noch Grenzen. Auch wirtschaftlich ist der Markt eine einzige Erfolgsstory. Deutsche Firmen stehen den neuen Produktionsmöglichkeiten besonders offen gegenüber. mehr auf iwd.de

Industriemetallpreis-Index
Gastbeitrag, 9. Juni 2017

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Talfahrt der Metallpreise gewinnt an DynamikArrow

Mit den deutlichen Preisrückgängen im Mai hat sich der Abwärtstrend an den Metallmärkten beschleunigt, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. Im vergangenen Monat ist der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) im Vergleich zum Vormonat um 20,7 Punkte auf 321,4 gefallen. mehr