Seit Januar vorigen Jahres ist das so berechnete Preisniveau um mehr als 30 Prozent gestiegen. Von Oktober auf November ging es um 0,7 Prozent oder 2,2 Punkte auf 341,6 Zähler bergauf.

Euro-Dollar-Kurs stabil

Zwei wesentliche Faktoren bestimmen das Kostenniveau, mit dem deutsche Industrieunternehmen konfrontiert sind, die Metalle in der Produktion verarbeiten. Die größeren Bewegungen kommen in der Regel von den internationalen Metallmärkten, auf denen in Dollar abgerechnet wird. Für Unternehmen, die auf Euro-Basis kalkulieren, kommt der Euro-Dollar-Wechselkurs als zusätzlicher Einflussfaktor hinzu. Im November veränderte sich der Kurs der Gemeinschaftswährung zum Greenback aber nur wenig. Selbst ohne die leichte Abwertung des Euro wäre der Anstieg des IMP-Index mit 0,5 Prozent kaum geringer ausgefallen.

Für die Stahlproduktion

Unter den Indexkomponenten sind Kupfer, Aluminium und Eisenerz Schwergewichte: Sie stehen für zwei Drittel des Indexwertes. Zuletzt ist Aluminium auf Dollar-Basis um 1,6 Prozent günstiger geworden, während Eisenerz mit 4,2 Prozent einen spürbaren Anstieg verzeichnete. Kupfer blieb mit einem Plus von 0,3 Prozent fast unverändert. Unter den Metallen mit geringerem Gewicht im Index legte Nickel mit 5,6 Prozent am deutlichsten zu. Da Eisenerz unter anderem für die Stahlproduktion benötigt wird und Nickel für die Herstellung von Edelstahl unverzichtbar ist, dürften die Einkäufer von Stahlkochern wie ArcelorMittal, Thyssenkrupp und Salzgitter sowie der auf Edelstahl spezialisierten finnischen Outokumpu und der spanischen Acerinox schon entspanntere Monate erlebt haben.

Günstiger wurden Zinn (-4,0 Prozent), Blei (-1,5 Prozent) und Zink (-1,1 Prozent). Auf der Stelle traten die Edelmetalle Gold und Silber, die in der Berichtszeit um jeweils 0,2 Prozent zulegten. Im November ist das Niveau der Industriemetallpreise wesentlich von der Eisenerzentwicklung bestimmt worden. Ohne den Anstieg des Erzes wäre das Preisniveau nahezu konstant geblieben. Nachdem sich der Eisenerzpreis 2016 fast verdoppelt hat, ist der Kurs seit dem vergangenen Winter um rund ein Drittel gesunken. Eine Rückkehr zu alten Höhen würde das gesamte Metallpreisniveau spürbar nach oben ziehen.

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