Preisanstieg von Eisenerz verlangsamt Image

Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln), mit dem die Preisentwicklung der wichtigsten Metalle auf Euro-Basis gemessen wird, hat sich im Februar im Vergleich zum Vormonat kaum verändert. Nur um anderthalb Punkte oder 0,4 Prozent ist das Barometer gefallen. Mit 397,8 Punkten liegt der Index damit weiter knapp unter der Marke von 400 Zählern. Um diesen Wert schwankt der IMP-Index seit mehr als einem Jahr. Seit Dezember 2012 lag die Messlatte für Eisenerz, Industrie- und Edelmetalle nie mehr als 5 Prozent über oder unter der 400-Punkte-Schwelle. Der leichte Preisrückgang im abgelaufenen Monat ist nicht auf die Entwicklung der Rohstoffpreise in Dollar zurückzuführen, sondern auf eine leichte Aufwertung des Euro. Ohne diesen Effekt wäre der IMP-Index nahezu konstant geblieben und genau auf dem Wert von 400 gelandet. Die Kostenentlastung der Rohstoffeinkäufer kam vom Devisenmarkt, während an den Rohstoffmärkten weitgehend Ruhe herrschte.

Allerdings waren bei den einzelnen Metallen unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten. Während der gesamte Korb sich preislich kaum veränderte, sind die Edelmetalle Gold und Silber um rund 2,5 Prozent billiger geworden. Gold wird zu etwa 85 Prozent zu Schmuck verarbeitet; 12 Prozent verwendet die Industrie. Die übrigen 3 Prozent gelangen in Tresore von Banken. Auch bei Zinn war ein Preisnachlass von 1,4 Prozent zu verzeichnen. Deutliche Aufschläge mussten vor allem die Käufer von Zink - das Metall wird u. a. zum Verzinken von Eisen und Stahlteilen verwendet - realisieren, das im Februar 4,8 Prozent über dem Wert des Vormonats notierte.

Eisenerz legte noch einmal um 2,6 Prozent zu. Damit hat sich der Preisanstieg der vergangenen Monate verlangsamt. Gegenüber dem Tiefpunkt von September 2012 hat sich das Erz, das Ausgangsstoff in der Stahlerzeugung ist, um insgesamt 55 Prozent verteuert. Im Jahresvergleich ist es immer noch ein Plus von über 10 Prozent.

Die beiden Indexschwergewichte Kupfer und Aluminium haben sich mit einem Plus von 0,2 Prozent bzw. 0,8 Prozent kaum bewegt. Nickel und Blei sind hingegen um 1,5 Prozent teurer geworden.

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