Image
Quelle: Sport Moments - Fotolia

Die jüngste Aufwärtsbewegung war der stärkste Preisanstieg in den vergangenen zweieinhalb Jahren. Der IMP-Index liegt nun wieder auf dem Niveau vom Februar dieses Jahres. Im langfristigen Vergleich befinden sich die Preise aber immer noch im Abwärtstrend, der am Höhepunkt der Rohstoffhausse Anfang 2011 seinen Ausgang nahm; damals erreichte das Preisbarometer seinen Rekord von 447,6 Zählern. Zumindest kurzzeitig wurde dieser Trend nun aber unterbrochen.

Die Preissteigerungsdynamik hat im abgelaufenen Monat praktisch alle wichtigen Metalle erfasst. Lediglich Zinn hat sich um 1,1 Prozent verbilligt. Dabei handelt es sich aber um das für den Gesamtindex am wenigsten wichtige Metall. Die drei Indexschwergewichte Kupfer, Aluminium und Eisenerz sind hingegen um 4,7 Prozent, 6,3 und 3,6 Prozent teurer geworden. Die Notierungen der Edelmetalle Gold und Silber sind mit 2,9 bzw. 5,4 Prozent ebenfalls stark gestiegen. Die stärkste Teuerung verzeichnete Zink mit einem Plus von 9,0 Prozent.

Seit Jahresanfang hat sich nur Eisenerz mit einem Abschlag von fast einem Viertel deutlich verbilligt - was Stahlkocher wie ThyssenKrupp und Salzgitter freuen wird, denn Eisenerz ist das Ausgangsmaterial in der Stahlproduktion. Klare Preissteigerungen gab es hingegen bei Nickel (36 Prozent) sowie Aluminium und Zink (13 Prozent bzw. 14 Prozent). Hier haben sich die industriellen Verbraucher bereits an höhere Kosten gewöhnen müssen. Grundsätzlich gilt es festzustellen, dass auf den Metallmärkten die Risiken von Kostensteigerungen zuletzt deutlich gestiegen sind.

Ohne größere Bedeutung war zuletzt die Wechselkursentwicklung, denn auf Monatsbasis ist der Euro von Mai bis Juli lediglich um 2 Cent gefallen; die Unterschiede in den Tageswerten sind da deutlicher. Ohne die bei der Indexermittlung nur leichten Wechselkursschwankungen hätte der IMP-Index im Juli lediglich 1,2 Punkte niedriger gelegen.

Eine deutliche Schwäche des Euro in Relation zum Dollar dürfte hingegen erhebliche Auswirkungen auf die Metalleinkaufspreise der deutschen Industrie haben. Die laufende Abwertung wird sich daher wohl in höheren Metallpreisen niederschlagen.

Industriemetallpreis-Index

Januar 1999=100, enthält die Rohstoffe gemäß ihres Anteils an den deutschen Importen

Ansprechpartner

Anstieg der Metallpreise gewinnt an Dynamik
Gastbeitrag, 8. September 2017

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Anstieg der Metallpreise gewinnt an DynamikArrow

Der starke Euro dämpft den Preisanstieg der Metallimporte im Euroraum, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. mehr

30. August 2017

Thomas Puls E-Autos made in Germany: Im Ausland gefragter als zu HauseArrow

Hat die deutsche Autoindustrie das Elektroauto verpennt? Die Absatzzahlen des vergangenen Jahres sprechen eine klare Sprache: Zwar sind E-Autos in Deutschland noch immer Ladenhüter, auf dem Weltmarkt mischen die deutschen Hersteller jedoch kräftig mit und erreichen einen fast so hohen Marktanteil wie bei den konventionellen Pkws. mehr auf iwd.de

Gastbeitrag, 29. August 2017

Hubertus Bardt auf Focus Online Über Innovationen entscheidet nicht der Staat, sondern der KundeArrow

Seit einiger Zeit ist wieder verstärkt das Loblied auf staatliche festgelegte Innovationen zu hören. Sogar der Wirtschaftsweise Peter Bofinger fordert mehr Zentralismus. Doch das ist ein Irrweg, schreibt IW-Wissenschaftsleiter Hubertus Bardt in einem Gastbeitrag auf Focus Online. mehr